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 Crissis Tagebücher, Band 1: Der versteinerte Zoo

Serie: Crissis Tagebücher, Band 1
Autoren: Joris Chamblain, Aurélie Neyret
Übersetzer: Tanja Krämling
Verlag: Popcom

Cover
Gesamt +++++
Aufmachung
Bildqualität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Eines weiß Crissi ganz sicher. Sie möchte Schriftstellerin werden! Und da eine Meisterin sich früh üben sollte, beginnt sie mit ihren gut zehn Jahren nun endlich mit dem Schreiben. Sie führt ein Tagebuch, das, wie sie es sich als kleines Mädchen selbst geschworen hat, mit den Worten "Es war einmal ..." beginnt. Crissi ist nicht nur eine Leseratte, die Comics, Romane und wissenschaftliche Zeitschriften verschlingt, sie ist auch eine kleine Abenteurerin. Zusammen mit ihren Freundinnen Line und Erica hat sie eine geheime Hütte im Wald gebaut. Ausgestattet mit ausrangierten Möbelstücken haben die drei mithilfe von Ericas Brüdern die Hütte in einem großen Baum befestigt. Von dort oben beobachten die Mädchen die Gegend und entdecken einen älteren Mann, den sie prompt "Herrn Rätselhaft" taufen. Er benimmt sich merkwürdig, schleicht mit Farbeimern durch den Wald und verschwindet dann plötzlich hinter einer großen Mauer.

Was versteckt er dort? Ist er womöglich ein gefährlicher Verbrecher? Alles ist möglich und Crissis Fantasie ist angestachelt. Ganz ihrem großen Vorbild, der Nachbarin und Schriftstellerin Frau Schöngärtner, folgend, schreibt Crissi die Geschichte in ihrem Tagebuch nieder und geht schließlich alleine recherchieren. Was sie hinter der Mauer entdeckt und was "Herr Rätselhaft" dort geschaffen hat, ist so wundervoll und schön, dass Crissi beschließt, dies dürfe nicht geheim bleiben ...

"Crissis Tagebücher" sind laut Klappentext das Werk der Autorinnen Joris Chamblain und Aurélie Neyret, die eigentliche Autorin aber ist die kleine Crissi. Mit ihren zehneinhalb Jahren beginnt sie ihr erstes Tagebuch zu führen, und damit den Grundstein für ihren Traumjob zu legen: Schriftstellerin. Dieser erste Band von "Crissis Tagebücher" beginnt mit Crissis selbst verfasster erster Tagebuchseite. Äußerst liebevoll haben die Autorinnen diese und alle folgenden Seiten der kleinen "Autorin" gestaltet. Kleine Kritzeleien, eingeklebte Fotos, Blätter und Zeichnungen rahmen den Text ein, den sie in meist ordentlicher Schreibschrift verfasst hat. Leser können die Seiten betrachten, als würden sie auf einem Schreibtisch liegen, nebst allem Material, was zum Schreiben und Zeichnen benutzt wurde. So liegen Stifte und Anspitzreste auf den Blättern, Klebefilm und Schere gleich daneben. Alle Seiten in diesem Band, die Crissis Arbeit als kleine Autorin zeigen, zeugen von einer ganz wundervollen Liebe zu vielen kleinen und geradezu zauberhaften Details, die zu eigener Kreativität inspirieren.

Crissis Tagebuchseiten wechseln sich unregelmäßig mit Comicseiten ab. Auf diesen wird ihre eigene Geschichte aus beobachtender Perspektive erzählt. Damit ergeben sich ein schöner Wechsel der Betrachtungsweise und eine Auflockerung der gesamten Story. Chamblain und Neyret lassen in "Der versteinerte Zoo" wortwörtlich die Bilder sprechen, denn auch die erzählte Geschichte handelt von der Kraft und dem Zauber, den Bilder haben können. Innige Freundschaft und Liebe, die keine Unterschiede hinsichtlich Herkunft oder Alter machen, trägt die Story inhaltlich. Gemeinsam mit der liebevollen Aufmachung und den in Aquarelltönen strahlenden Zeichnungen verschafft sie den achtzig Seiten eine ganz besondere Magie, die neben kleinen Lesern und Leserinnen auch erwachsene Exemplare verzaubern wird.

"Der versteinerte Zoo" hat das Potenzial zu einem Lieblingsbuch zu werden.

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagswebseite: Kapitel 1.

Sandra Wiegratz



Hardcover | Erschienen: 10. August 2015 | ISBN: 978-3842010383 | Originaltitel: Les carnets de Cerises Tome 1: Le Zoo pétrifié | Preis: 16,00 Euro | 80 Seiten | Sprache: Deutsch

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