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 Dark Tales, Teil 7: Das Geheimnis der Marie Rogêt

Nach Edgar Allan Poe

Serie: Dark Tales, Teil 7
Verlag: Astragon

Cover
Gesamt +++--
Action
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Es bahnt sich ein neuer Fall für Detektiv C. Auguste Dupin an, als er von seinem alten Freund Jaques kontaktiert wird. Dessen Frau Marie benimmt sich in den letzten Tagen merkwürdig und es geschehen seltsame Dinge im Haus der Familie. Ein vielversprechender Hinweis führt zu einem Toten. Ob Dupin und der Spieler, der ihm in diesem Abenteuer als Assistent dient, etwas damit anfangen können? Lösen sie "Das Geheimnis der Marie Rogêt"?



Spieglein, Spieglein in der Hand ...

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Thematisch gelungene Spielwelt
Erneut greift die Serie "Dark Tales" eine Geschichte von Edgar Allan Poe mit seinem Detektiv Dupin auf und benutzt diese überaus frei als Grundlage für ein neues Wimmelbildabenteuer. Mit Poe im Titel begibt sich der Spieler als namenloser Assistent von Dupin an die Arbeit und findet Gegenstände, setzt diese ein, löst kleine Rätselaufgaben, spielt Wimmelbilder und treibt die Ermittlungen voran. Das Hauptaugenmerk in "Das Geheimnis der Marie Rogêt" liegt dabei auf der Handlung, die mit düsteren und übernatürlichen Bildern und Sequenzen unterlegt ist. Geisterhafte Auftritte und fliegende Gegenstände sind hier keine Seltenheit. Während viele aktuelle Wimmelbild-Abenteuer einen "Sidekick" integrieren, einen kleinen häufig tierischen Begleiter, bekommt der Spieler hier einen magischen Spiegel, der allerdings nur selten benutzt wird, um in Kombination mit einem Gegenstand dessen "Geheimnis" zu lüften. Dafür sind viele Animationen und Zwischenszenen ansehnlich ausgefallen, das ganze Setting ist dynamisch gehalten. Gespielt wird im Übrigen mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln.


Rätsel und Wimmelbilder - erschreckend einfach

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Übersichtliche Wimmelbilder
Zwar sind nur wenig Wimmelbilder im Spiel untergebracht, diese sind aber schön anzusehen. Wirklich schwierig erweisen diese sich allerdings nicht. Mit ein bisschen Hinsehen und Ausprobieren bei den interaktiven Objekten lassen sich alle Gegenstände auch ohne Tipp meist auf den ersten Blick entdecken. Auch die eingestreuten Rätsel sind nicht fordernd, sondern teilweise lachhaft einfach. So müssen zum Beispiel Symbole auf die richtige Position gebracht werden, Schiebepuzzle gelöst oder kaputte Dinge wieder zusammengesetzt werden. Die meisten Minispiele sind selbst auf hohem Schwierigkeitsgrad zu einfach. Meist fällt die Aufgabe unter Beschäftigungstherapie mit der Maus anstatt unter Denksport.

Frustfrei den Fall lösen

Im Spielverlauf gibt es nur wenige Momente, die als Herausforderung gelten oder Frust erzeugen können, die Entwickler haben in dieser Hinsicht ein leichtes Game entwickelt. Insbesondere dank der Aufteilung in bestimmte Bereiche lassen sich alle Rätsel und Aufgaben mit ein wenig Nachdenken oder Geduld lösen. Da benötigte Gegenstände nie weit weg sind und der Spieler nicht darauf angewiesen ist kreuz und quer über die bereits aufgedeckten Bereiche zu laufen, um doch noch einen Hinweis oder einen benötigten Gegenstand zu finden, lassen sich die wenigen Kombinationsmöglichkeiten aus Inventar und Umgebung zur Not ausprobieren. Selbstverständlich stehen auch - je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad - Tipps zur Verfügung, sollte es einmal nicht sofort ersichtlich sein, wie es weitergeht. Wer sich etwas mehr anstrengen möchte, sollte die Schwierigkeit höher stellen. Nicht nur weil der Tippgeber dann länger zum Aufladen benötigt, sondern weil unklare Dinge nur mit einem Auge-Symbol versehen werden, während in der einfachen Variante noch ein Hinweis erfolgt, was zum Beispiel noch fehlt, damit eine Maschine wieder funktioniert.

Kurzum: Der neue Teil der Dark Tales-Reihe fällt durchwachsen aus. Während die Geschichte noch interessant ist, sind die Minispiele viel zu einfach und unausgereift. Auch die Wimmelbilder sind im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht.

Nicolas Gehling



CD-ROM | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 27. Januar 2016 | FSK: 16 | PC | Preis: 9,99 Euro | Sprache: Englisch | Systemanforderungen: Betriebssystem: XP7Vista/7/8/19
CPU: 1.4 GHz
RAM: 1024 MB
HDD: 651 MB | Verfügbare Sprachen: Deutsch (Untertitel)

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