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 Helena, Band 2: Helena: Zweites Buch

Serie: Helena, Band 2
Autoren: Jim
Illustratoren: Lounis Chabane
Übersetzer: Resel Rebiersch
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Während Helena auf einer kurzen Reise mit ihrem Freund ist, vertritt ihre beste Freundin Eloise sie bei Simon. Denn Simon ist unsterblich in Helena verliebt, die seine Gefühle jedoch nicht teilt. Sie zählt voll auf ihren verheirateten Freund, der sie von einem Versprechen zum nächsten vertröstet. Wöchentlich treffen sich Simon und Helena für drei Stunden - so ist ihre Abmachung. Besser gesagt: ihr Geschäft. Denn Helena erhält für diese Treffen eine monatliche Aufwandsentschädigung von 1000 Euro von Simon. Eloise aber schafft es, Simon trotz seiner Hingabe zu Helena, dazu zu bringen, mit ihr zu schlafen. Und selbst als Helena zurück ist, und wieder ihre drei Stunden die Woche mit Simon verbringt, bleibt das neue "Arrangement" zwischen Eloise und dem in sich gekehrten Simon bestehen.

Bis eines Tages Helena mit Simon "Schluss" macht. Sie löst ihre Verbindung auf, obwohl sie sich in den Monaten immer mehr angenähert haben. In seiner Betrübtheit begeht Simon einen Vertrauensmissbrauch und schnappt sich Eloises Handy. Er sucht nach Nachrichten von Helena, was er besser nicht hätte tun sollen ... Die Neuigkeiten sind für ihn erschütternd.

Liebesbeziehungen sind kompliziert. Vor allem, wenn einer von beiden nicht will.


Mit dem zweiten Buch veröffentlicht der Splitter Verlag den Abschluss der Geschichte um Simon, Helena und nun auch ihrer Freundin Eloise. Denn diese bekommt in Band zwei eine größere Rolle, übernimmt sozusagen den Teil der körperlichen Leidenschaft, den Helena mit Simon nicht teilen möchte. Zwar hat sie noch keinen Abstand genommen von den wöchentlichen Treffen mit Simon an jedem Donnerstagnachmittag, jedoch bleibt sie weiterhin auf Entfernung. Beim Lesen sind deutlich das Knistern und die große Geborgenheit zu spüren, die Simon und Helena bei ihrem mittlerweile meist sehr stillem Beisammensein umgibt. Dass Helena diese tiefe Intimität nicht spürt, schmerzt den Leser dabei regelrecht. Da helfen auch die Treffen Simons mit Eloise nichts, die wiederum das genaue Gegenteil darstellen. Bei diesen steht der Sex im Vordergrund, Intimität und Vertrautheit aber bleiben auf der Strecke.

"Helena" wird in Band zwei zunehmend tragischer und der Leser taucht nach einem kurzen Hoch im zweiten Drittel der Story mit Simon langsam tiefer in die Verzweiflung und auch Einsamkeit. Dass die Story einen dann am Ende nicht in depressiver Stimmung zurücklässt, ist keinem klassischen Happy End zu verdanken, dies würde auch zu dem gesamten Comic und Jims Stil nicht passen.

Trotz aller Ähnlichkeiten in der Art wie Jim ein Szenario "zeichnet" mit anderen seiner Veröffentlichungen, ist "Helena" doch völlig eigenständig. Parallelen in den Figuren von Jims Protagonisten in ganz unterschiedlichen Handlungen gibt es stets, denn genau dies bringt das Leben mit sich. Und da Jim nun einmal Spezialist darin ist, authentische und lebensnahe Geschichten über Menschen, die Liebe und das Leben zu dichten, ist dies nicht verwunderlich, sondern sogar wünschenswert. Weiterhin sind Chabanes Zeichnungen und Kolorationen ebenso fein und wunderbar aufs Papier gebracht wie im ersten Buch des Zweiteilers. Es gibt hier keinerlei Bruch, alles ist aus einem Guss.

Jim und Chabane vermögen ihre Leserinnen und Leser aufs Tiefste zu beeindrucken. Wenig Freude, dafür umso mehr echtes Gefühl stecken in diesen 80 Seiten. Zum Abtauchen. Ganz tief.

In die ersten Seiten hineinlesen ist auf der Verlagswebseite möglich: zur Leseprobe.

Sandra Wiegratz



Hardcover | Erschienen: 1. April 2016 | ISBN: 978-3958391420 | Originaltitel: Héléna 2: Par Jim & Chabane | Preis: 18,80 Euro | 80 Seiten | Sprache: Deutsch

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