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 Echo einer Winternacht

Autoren: Val McDermid
Verlag: Knaur

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


In der Zeitung wird veröffentlicht, dass alte, bis dato ungelöste Kriminalfälle noch einmal neu untersucht werden sollen, insbesondere unter Berücksichtigung neuer Untersuchungsmethoden, wie zum Beispiel der DNA-Analyse - unter anderem auch der Fall der vor 25 Jahren vergewaltigten und erstochenen Kellnerin Rosie Duff. Rosie wurde damals noch lebend von vier jungen Studenten in einer Winternacht 1978 gefunden. Die Studenten versuchen ihr zu helfen, doch vergeblich. Da Alex Gilbey und seine Freunde Ziggy, Weird und Mondo die einzigen waren, die blutüberströmt und unter Einfluss von Drogen am Tatort gefunden wurden und außerdem in dieser Nacht einen Wagen stahlen, geraten sie schnell unter Tatverdacht. Die Polizisten sind nicht die einzigen Personen, die den Studenten das Leben zur Hölle machen. Die Familie Rosies, insbesondere die beiden mehrfach wegen schwerer Körperverletzung vorbestraften Brüder der Verstorbenen, machen Jagd auf die tatverdächtigen vier Freunde.
Jahre später haben sich die damaligen Studenten ein halbwegs normales Leben aufgebaut und die Strapazen von damals ruhen lassen können, als sie wiederholt um ihr Leben bangen müssen: Irgendjemand macht Jagd auf sie, richtet und tötet sie. Alex Gilbey versucht nun selbstständig den wahren Mörder zu fassen, bevor auch er zum Opfer wird.

Das Buch von Val McDermid ist von der ersten Seite an mitreißend geschrieben. Die von der Autorin kreierten Hauptpersonen werden so gut und ausführlich beschrieben, dass anhand der unterschiedlichen Charaktertypen und deren speziellen Eigenschaften und Eigenheiten ihren Handlungen oft vorhergesehen werden können, da sie aus der Sicht der Protagonisten durch und durch logisch sind.

Ich finde das Buch recht gut gelungen. Es ist von Anfang an spannend und auch die Zeitsprünge empfinde ich nicht als störend, sondern als gerechtfertigt. Die gut beschriebenen Personen sind sowohl Segen als auch Fluch, da man zum einen die Charaktere sehr gut und sehr anschaulich kennen lernt, zum anderen macht es den Roman aber auch an vielen Stellen vorhersehbar und mindert somit die Spannung. Sehr störend fand ich die vielen verschiedenen Namen, die die Autorin ihren Protagonisten verleiht. Es reichen ihr nicht nur die einzelnen Vor- und Zunamen, sondern jeder hat auch noch einen Spitznamen, so dass Verhöre auf dem Revier manchmal nicht so leicht zu verfolgen waren, da man erst mal wieder nachschlagen musste wer nun wer und welchen Spitz- beziehungsweise Nachnamen er hatte.

Fazit: Alles in allem kann man sagen, dass der Roman ein recht unterhaltsamer und stellenweise auch sehr spannender Krimi ist, der uns mit einem mehr oder minder vorhersehbaren Happyend beglückt.


Saskia Niemann



Hardcover | Erschienen: 01. Dezember 2005 | ISBN: 3426196689 | Preis: 9,95 Euro | 554 Seiten

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