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 Phantasmat: Die endlose Nacht

Serie: Phantasmat, Teil 3
Verlag: Astragon

Cover
Gesamt +++--
Action
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Brutalität
Glück
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Spielregel
Strategie
Ton
Es ist ein besonderer Tag für Aimee, die Tochter des Spielers. Heute ist ihr Abschlussball und sie ist schon ganz aufgeregt. Sogar im Radio wird darüber berichtet und auch über den Schatten, der auf dem Ball liegt. Auf den Tag genau vor fünfzig Jahren gab es einen anderen Ball, bei dem alle Gäste ums Leben kamen. Durch einen Unfall werden der Spieler und seine Tochter ins Jahr 1965 versetzt und eine unheimliche Gestalt scheint Aimee entführt zu haben. Natürlich setzt der Spieler alles daran, sie zu finden, doch er muss auch das Rätsel um das lange zurückliegende Unglück lösen.

Gute Idee, durchschnittliche Umsetzung

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Nicht nur die Stimmung ist düster
Ein Teenager ist verschwunden, entführt von einem Unbekannten. Der Spieler schlüpft hier in die Rolle dessen Mutter und setzt alles daran, das Kind zu finden. Da lässt sie sich auch nicht davon ablenken, dass sie sich plötzlich fünfzig Jahre in der Vergangenheit wiederfindet, oder dass sie im Laufe des Spiels immer wieder auf Geister trifft, die ihr verraten, was damals auf dem anderen Ball geschah.

Dunkel ist "Phantasmat - Die endlose Nacht" und das gilt nicht nur für die Stimmung des Spiels. Sicher, diese ist recht düster und bedrohlich, geht es doch um eine ganze Schule voller Geister und Tote, die mit ihren Schuldgefühlen noch nicht abgeschlossen haben. Doch auch die Grafiken sind sehr dunkel geraten, vor allem die Korridore der Schule, aber ebenso die Wimmelbilder und die Umgebung. Ein bisschen schade ist das schon, böten doch gerade die Wimmelbilder interessante Details, wenn sie denn nur etwas heller geraten wären. Immerhin bringen sie Abwechslung ins Spiel, denn hier gibt es nicht nur reine Suchlisten, es wird auch nach Umrissen gesucht, oder Begriffen und Gegenständen, die zusammengesetzt werden müssen. Insgesamt dreizehn Bilder gibt es und jedes wird nur einmal aufgesucht, wodurch hier keine Langeweile aufkommt.

Einfach geratene Minispiele

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Geister müssen erlöst werden
Weniger überzeugend sind die Minispiele, die einfach gehalten sind. Meist lassen sie sich auf Anhieb lösen und sind keine Herausforderung, selbst für einen Gelegenheitsspieler. Überhaupt ist das Spiel einfach geraten; im einfachsten Modus kann sich der Spieler im Sekundentakt Tipps geben lassen. Da ist die Versuchung groß, sich gar nicht erst anzustrengen. Wer es sich gerne schwerer macht, kann aber noch auf zwei andere voreingestellte und einen benutzerdefinierten Spielmodus zurückgreifen. Kleine Einspieler lockern das Spielgeschehen auf und erklären, was wirklich vor fünfzig Jahren geschah. Der Spieler erfährt also im Laufe der Handlung, was es mit dem Unglück wirklich auf sich hat. Leider sind die Geister nicht gelungen und tragen damit nicht zu einer spannenden Handlung bei. So kann dieser Teil des Spiels nicht überzeugen. Das geht besser.

Kurze Spieldauer

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Kleine Einspieler erklären die Handlung
Hilfreich ist die Karte, mit deren Hilfe der Spieler feststellen kann, welche Aufgabe als nächstes ansteht. Sie ist präzise und übersichtlich, kann also gut genutzt werden. Auch die Tipps sind sinnvoll für den, der sich gar nicht zurechtfindet. Nötig sind sie allerdings nicht, das Spiel kann gut so durchgespielt werden. Von der Spieldauer her liegt "Phantasmat - die endlose Nacht" im Durchschnitt, wenn alle Minispiele durchgespielt werden. Da diese jedoch keine große Herausforderung bilden, liegt die Versuchung nah, sie einfach zu überspringen. Dann ist dieses Wimmelbildspiel in der Tat ein kurzes Vergnügen.

Fazit: Die Idee ist gut, die grafische Umsetzung dunkel, zeigt aber einige gute Szenen und die Handlung kurz. Überragend ist das nicht, aber für einen Abend Unterhaltung reicht es allemal.

Iris Jockschat



DVD-ROM | Erschienen: 27. April 2016 | FSK: 12 | Originaltitel: Phantasmat - Endless Night | PC | Preis: 9,99 Euro | Systemanforderungen: Windows 7/Windows 8/Windows 10
1.6 GHz Intel Prozessor
1024 MB RAM
DirectX: 9.0
2164 MB freier Festplattenspeiche

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