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 Flammenwüste, Band 3: Der feuerlose Drache

Serie: Flammenwüste, Band 3
Autoren: Akram El-Bahay
Verlag: Bastei Lübbe

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Nyan ist entkommen. Schlimmer noch, der dunkle Magier hat das erste Wort an sich gebracht, das es ihm ermöglicht, die Herrschaft über die Welt an sich zu bringen. Für den Geschichtenerzähler Anur kommt es noch schlimmer, denn Nyan war gezwungen, sich einen menschlichen Körper zu suchen und diesen zu übernehmen. Ausgerechnet Anurs Freundin Shalia wurde zu Nyans Opfer und nun ist sie für immer verloren, wie es scheint. Doch eine kleine Chance gibt es noch, den Magier aufzuhalten und ihm das erste Wort zu entreißen. Drachen und Menschen erheben sich, um für ihre Freiheit zu kämpfen.

Bereits in den ersten beiden Bänden der Serie konnte sich kein Leser über mangelnde Spannung beschweren, doch beim Abschlussband zieht Autor Akram El-Bahay das Erzähltempo noch einmal an. Gleich zu Anfang sind die Aussichten düster, muss Anur doch glauben, seine Freundin Shalia an ein schlimmes Schicksal verloren zu haben. Besessen von einem bösen Geist muss sie machtlos dabei zuschauen, wie dieser sich daranmacht, ihre Freunde zu vernichten. Dabei bekommt er auch noch die Hilfe einiger Drachen, die ihm blind gehorchen. Doch auch auf der Seite Anurs kämpfen Drachen, allen voran Anurs Gefährte Meno. Tapfer suchen sie nach einer Möglichkeit, das Schicksal doch noch zu wenden und Nyan, den dunklen Magier, zu besiegen.

Grund zur Freude kommt so schnell also nicht auf und wäre nicht El-Bahays ganz eigener Erzählstil, so wäre "Flammenwüste" ein durch und durch bedrückendes Buch. Doch in der Tat erinnert auch dieser Band stark an die Märchen aus Tausendundeiner Nacht. So bildhaft fabuliert der Autor, der die Geschichte im Stile eines Märchenerzählers vor den Augen seiner Zuhörer zum Leben erweckt und sie in fremde Länder entführt, die eine wunderbare Kulisse für diese Geschichte bilden.

Wer da nicht ganz mithalten kann, sind die Figuren der Geschichte, die ausgerechnet deswegen schwächeln, weil sie herzensgut sind. So ist Anur, um den sich die Geschichte dreht, jederzeit bereit, das Richtige zu tun, Opfer zu bringen und seinen Freunden zur Seite zu stehen. Selbst wenn er in Lebensgefahr gerät, hat der Leser zu keinem Zeitpunkt Zweifel, dass er scheitern könnte, denn sein Mut und sein Herz überwinden jede Schwierigkeit. Das ist edel, aber nicht spannend.

Auch seine Wegbegleiter sind außergewöhnlich aufrichtige und mutige Menschen - eigentlich zu gut, um wahr zu sein. Nun ist das bei Märchen ja keine so große Überraschung, doch es hätte den Helden etwas mehr Leben eingehaucht, wenn sie mehr Schwächen aufzuweisen hätten. So kommt es zu einem Finale, das sich fulminant liest und es doch nicht ganz schafft, den Leser an die Seiten zu fesseln.

Trotzdem gehört die Reihe eindeutig zu den Büchern, bei denen Fantasyleser nicht viel falsch machen können. Durch Idee und Schreibstil hebt sie sich aus der Masse hervor und wird ihre Fangemeinde finden.

Eine Leseprobe ist auf der Verlagsseite zu finden.

Iris Jockschat



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