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 Justice League

Der Darkseid Krieg 5

Serie: Justice League, Heft 50
Autoren: Geoff Johns, Sean Ryan
Illustratoren: Philippe Briones, Francis Manapul
Verlag: Panini Comics

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Darkseid ist geschlagen, doch sein Tod bringt eine Welle von Veränderungen mit sich für die Mitglieder der Justice League. Die Ereignisse haben ihre Spuren hinterlassen und die Gefahr für die Welten ist noch nicht gebannt. Weder gibt es eine Lösung zur Rettung der Erde, noch sind die Helden sich ihrer neuen Kräfte gewahr.

Mit der Jubiläumsausgabe #50 erwartet den Leser ein herber Bruch in der Erzählung um die Justice League, der unverkennbar ist und das in zweifacher Hinsicht. Zum einen legt die Entwicklung der Handlung eine Vollbremsung hin. Nach dem großen Kampf zwischen Anti-Monitor und Darkseid, bei dem die Helden weitestgehend ratlos am Rand standen, wird das Tempo aus der Erzählung genommen und Zeit für die einzelnen Mitglieder verwendet. Einige von ihnen haben während der Schlacht neue Erkenntnisse und Fähigkeiten erhalten, die in jeweils kurzen Passagen angesprochen werden. Was kann der Held nun und wo sieht er seine Zukunft? Das reicht von Flash, der nun als Black Racer irgendwie mit dem Tod verbunden ist und diesen überlisten will, bis hin zu Batman, der als "Gott des Wissens" allwissend über Gotham wachen will. Abgesehen davon, dass es nicht unbedingt den typischen Charaktereigenschaften der Helden entspricht, entsteht hier kaum Spannung, eher herrscht Verwunderung vor, wie dieser Übergang zustande kommt. Auch an die Auswirkungen von DC-YOU - Kontinuität innerhalb der Serien ist eher als Richtlinie anzusehen - wirken bisweilen befremdlich. Ein vielversprechender Part ist allerdings eine Art Origin von Lex Luthor, der auf Apokolips anscheinend doch nicht vom Glück verlassen wird.

Zum anderen gönnt sich Zeichner Jason Fabok, der die letzten Ausgaben so ansehnlich und stark illustriert hat, eine Auszeit, sodass für ihn nun Francis Manapul in einem Intermezzo übernimmt - zumindest bis Ausgabe #53. Was auch immer die Beweggründe dafür sind, der eintretende Effekt ist enttäuschend. Nicht, dass Manapul nicht zeichnen könnte, seine Arbeit bei den Heftserien zu Batman und Flash ist nicht zu verachten und auch in diesem Heft sind einige schöne Zeichnungen enthalten, aber dem Leser mitten in der Erzählung einen gänzlich anderen Zeichenstil zu präsentieren, ist gelinde gesagt unglücklich. Kantig und blass wirken etliche der Zeichnungen, die sich mit einem Rastermuster deutlich von Faboks Stil abgrenzen.

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Deadshot zu Manta


Bei der Suicide Squad geht alles seinen gewohnten Gang. Es wird etwas geplant, was dann in der Form garantiert nicht ausgeführt wird. Chaos, Zufall und in dieser Ausgabe auch die Zweifel von Manta lassen die Mission unmöglich erscheinen. Sean Ryan vermag es einmal mehr einen ordentlichen Handlungsstrang anzubieten, der sowohl Action als auch eine gewisse Prise Humor besitzt. Harley Quinn mit ein paar Kindern in eine Zelle zu sperren, zeugt von diesem derben Humor, der diese Figur so interessant macht.

Kurzum: Glückwunsch zum Jubiläum: Fünfzig Ausgaben der Justice League sind sicherlich ein Grund zum Feiern. Während es beim Darkseid-Krieg abrupt ruhig wird, läuft die Suicide Squad zur Hochform auf. Verkehrte Welt in dieser Ausgabe.

Eine Leseprobe ist bei mycomics.de vorhanden

Nicolas Gehling



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