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 Justice League, Heft 51: Justice League

Der Darkseid Krieg 6

Serie: Justice League, Heft 51
Autoren: Geoff Johns, Sean Ryan
Illustratoren: Phil Briones, Francis Manapul
Verlag: Panini Comics

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Von der Justice League ist nicht mehr viel übrig, denn durch die Schlacht auf der Erde ist das Team wieder einmal verstreut, und teilweise mit neuen Kräften versorgt worden. Aus den einzelnen Mitgliedern werden gottgleiche Charaktere, die ihre neuen Fähigkeiten direkt für eigene Zwecke einsetzen wollen. Währenddessen spitzt sich die Lage bei der New Suicide Squad zu. Manta sympathisiert mit den Ideen der Terrorgruppe so sehr, dass er beschließt, sich der Gruppe aufrichtig anzuschließen und verrät somit die übrigen Teammitglieder. Statt einer heimlichen Infiltration steht die offene Konfrontation an ...

Praktisch aus dem Nichts heraus, erheben sich die Mitglieder der Justice League auf Gottniveau - die Justice League wird zu Justice Gods. Einige mithilfe von außen, wie im Falle von Batman, der durch den Möbis-Stuhl sein Wissen erlangt oder Flash, der nun mit dem Black Racer einen inneren Kampf austrägt, andere durch Auswirkungen anderer Art. Superman und Lex Luthor zum Beispiel sind durch ihren Aufenthalt auf Apokolips betroffen und nicht unschuldig am Zustand des jeweilig anderen. Es bleibt abzuwarten, was aus dieser neuen Ausgangslage entsteht, denn bisher passiert nicht viel. Jeder klagt über sein persönliches Leid, während es auf der Erde immer noch keine Fortschritte im Kampf gegen die Bedrohung gibt.

Geoff Johns greift daher einmal mehr in seine Geschichtskiste und zaubert einen interessanten Handlungsstrang für die Zukunft daraus. Wer das Schicksal und Wirken der Liga seit Längerem verfolgt, wird sich dunkel an das Crime Syndicate von Erde-3 erinnern, dass vor einigen Monaten "Forever Evil" die Welt in Schutt und Asche zerlegen wollte. Nun sollen die übrigen Mitglieder befragt oder sogar gegen Anti-Monitor eingesetzt werden. Eine frische, neue Idee, zumal Teile des Syndicates im Hochsicherheitsgefängnis Belle Reve einsitzen und niemand - auch nicht die Liga - mit ihnen kommunizieren darf. Das klingt nach guter Action. Wird hier eventuell sogar der bisher verschmähte Handlungsstrang um die schwangere (böse) Superwoman wieder aufgegriffen? Bei der Aussicht ist es auch zu verschmerzen, dass sich die Auszeit von Jason Fabok deutlich in die Zeichnungen widerspiegelt. Francis Manapuls Arbeit stellt einen herben Kontrast zu den vorherigen Ausgaben dar und ein Großteil der Panels sind weit davon entfernt gut zu sein. Dieser kantige, blasse Stil ist definitiv Geschmackssache und nicht seine beste Arbeit.

DU HATTEST RECHT, REVERSE-FLASH. ICH BIN EIN MONSTER.
Harley zu Reverse-Flash, nachdem sie ihre Wachen vor den Augen der ebenfalls eingeschlossenen Kinder umgebracht hat.


Phil Briones' Zeichnungen für die New Suicid Squad sind immer noch sehr wechselhaft, mal in Ordnung, mal unterdurchschnittlich, aber die Geschichte ist mittlerweile unterhaltsam geworden. Nicht nur, weil das Team seinem Namen mal wieder alle Ehre bereitet und eine Position nachbesetzt werden muss, sondern da die einzelnen Charaktere endlich ihren Platz in der Handlung gefunden haben. Action, derber Humor und ein Funken von Anstand und Ehre in den Superschurken vereinen sich zu einer kurzweiligen Mischung, die diese Ausgabe bereichert.

Kurzum: Neben den beiden fortgeführten Handlungen gibt es noch ein Doppelposter als Beilage - immer etwas oben drauf für den Leser. Ebenso, wie es Johns bei der Justice League umsetzt. Er vermag es seinen Geschichten neue Impulse hinzuzufügen, sei es durch den Einbau von alten Charakteren in neuem Gewand oder außergewöhnlichen Entwicklungen, wie es kein anderer kann.

Eine Leseprobe ist bei mycomics.de vorhanden

Nicolas Gehling



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