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 Mouse Guard: Legenden der Wächter 2


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Der kleinen Mausewirtin June reicht es mal wieder. Ihr Inn ist gut besucht, sie hat zu tun, aber die Zahlungsmoral der Gäste lässt stark zu wünschen übrig. Schon einmal hat sie mit einem Wettbewerb die Gäste dazu gebracht, ihre Schulden bei ihr zu bezahlen und so ruft sie erneut einen Abend aus, an dem jeder eine Geschichte erzählen muss. Wer die beste Geschichte erzählt, dem werden die Schulden erlassen, alle anderen müssen zahlen. So bekommt die Wirtin ihr Geld und hat noch eine gute Unterhaltung für den Abend dazu. Natürlich lassen sich die Mäuse nicht lumpen und jede von ihnen kann eine Erzählung beitragen.

Dem Erfinder der Mouse Guards, David Petersen, geht es wohl so ähnlich wie seinen Mäusen. Ganz wie June, die Besitzerin des June Alley Inn, hatte er eine Idee, die so gut war, dass er sie einfach wiederholen muss. Zum zweiten Mal bittet er andere Zeichner, Gastbeiträge zu verfassen und so hat jede Erzählung nun ihren eigenen Stil. Petersen selber hat die Rahmenhandlung verfasst und bleibt seinem Stil treu. Auf jeder Seite sind genau drei Bilder zu finden, die Mäuse und ihre Umgebung in warmen Farben gehalten, die Bilder detailliert gestaltet. Die Stimmung der einzelnen Szenen ist warmherzig und gemütlich; der Leser darf sich in Junes Inn ganz zuhause fühlen.

Anders verhält es sich bei den Gastbeiträgen, bei denen Petersen den Zeichnern völlig freie Hand gelassen hat, sei es bei der Aufteilung der Bilder oder der Farbgebung und so kommt es, dass so unterschiedliche Illustrationen aufeinandertreffen wie die Stan Sakais, dessen Herbstgeschichte an ein Bilderbuch erinnert und Christian Slades monochrome Zeichnungen über einen Matrosen und eine Meerjungmaus.
Der Schatten von Jemma Salume überzeugt mit kräftigen Tuschestrichen und Zeichnungen im japanischen Stil, Jackson Szes Mäuse, obwohl niedlich geraten, durch eine Welt ziehen, die an Gemälde erinnert. Cliff Monear schließlich liefert zusammen mit Justin Gerard ein Lied ab, samt Noten und Text.

So unterschiedlich wie die Erzähler, so individuell sind auch ihre Geschichten, denen jedoch eines gemeinsam ist. Sie alle haben eine Moral, die den Zuhörer erbauen und auf unterhaltsame Weise lehrreich sein soll, so wie es sich für Mäuse gehört.

Seit 2006 erscheinen die Geschichten der tapferen Mäuse und sie sind kontinuierlich gut. Auch dieser Band bildet keine Ausnahme und passt wunderbar in die Reihe, die in jedem Comicregal stehen sollte. Die kleinen Mäuse haben ein großes Herz und wachsen ihrem Leser schnell ans eigene Herz. Gut so. Mögen sie noch lange ihre Abenteuer erleben.

Weitere Informationen und eine Leseprobe bietet Cross-Cult auf der Verlagsseite an.

Iris Jockschat



Hardcover | Erschienen: 1. Januar 2015 | ISBN: 9783864255687 | Originaltitel: Mouse Guard: Legends of the Guards | Preis: 24,90 Euro | 144 Seiten | Sprache: Deutsch

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