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 Justice League of America


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Rao, der kryptonische Gott hat unsere Erde erreicht. Seine Suche nach Kal-El hat ihn hergeführt und sein Raumschiff, die Kathedrale von Rao, schwebt über den Menschen. Er ist gekommen, um der Erde Gesundheit, Frieden und weitere Geschenke zu machen, die eigentlich für Krypton gedacht waren, doch dem Planeten und dem Volk niemals zuteilwurden. Um seine guten Absichten unter Beweis zu stellen, beginnt Rao seine Propheten auszusenden, um kranke Menschen zu heilen. Während die ersten Rao schon als einen neuen Gott anbeten, ist Superman auf der Suche nach der Wahrheit und seinen weiterhin verschollenen Freunden, und Batman nach einer Möglichkeit den neu aufgetauchten Gott im Notfall besiegen zu können.

Bryan Hitch besitzt die angenehme Freiheit, seine Serie frei von Abhängigkeiten auszugestalten. Was in der Justice League of America (JLA) passiert, hat anscheinend keine Auswirkungen auf bestehende Heftserien und so schöpft der Autor aus dem Vollen. Freie Bahn für kreative Gedanken. Volle Action und interessante Handlungsstränge ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob die Kontinuität eines Protagonisten beeinflusst oder gar durchbrochen wird. Ideale Voraussetzungen, um einen kryptonischen Gott auf die Erde zu bringen, der auf den ersten Blick so mächtig ist, dass die JLA mit vereinten Kräften keine Chance hätte, sich diesem erfolgreich entgegen zu stellen. Ein Gott, der auf Wunsch einen ganzen Kontinent von korrupten Regierungen befreit und sogar die natürlichen Gegebenheiten in Form von Flora und Fauna innerhalb von Sekunden verändern kann stellt durchaus eine Bedrohung dar.

ER WÜRDE DEM PAPST INS KNIE SCHIESSEN, WÜRDE ER IHN VERDÄCHTIGEN.
Alfred über Batmans Eifrigkeit


Ein weiterer arg positiver Umstand, der für diese neue Serie spricht, ist die doppelte Power, die in den Heften vorhanden ist. Entgegen der Praxis des "New52"-Universums, bei dem in den einzelnen Ausgaben meist eine nicht korrelierende Zweitserie untergebracht ist, darf der Leser sich hier jeweils über Doppelausgaben freuen. Dies sorgt für deutlich mehr Lesefluss, längeren Lesespaß und überhaupt zu einem beeindruckenden Comicerlebnis. Die sechzig Seiten sind prall gefüllt.

Auffallend sind die geschickt eingesetzten Stilmittel bei der Gestaltung der Panels. Mal die trostlosen Zeitungsartikel von Louis Lane, die die Ankunft von Rao kritisch hinterfragt, mal die freien Sprechblasen, die im Raum stehen. Eine clever umgesetzte Auflockerung der Seiten, die gleichsam die verschiedenen Ebenen der Handlung elegant nebeneinander ordnet. Der größtenteils unaufgeregte Zeichenstil rundet die künstlerische Darstellung gut ab.


Kurzum: Bryan Hitch hat hier einen vielversprechenden Handlungsbogen geschaffen, den er mitunter sogar selbst mitzeichnet. Eine überzeugende Handlung, tolle Panelanordnung und dank Panini auch doppelte Power pro Heft: Die neue JLA ist ein echter Hammer.

Eine Leseprobe ist unter mycomics.de vorhanden

Nicolas Gehling



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