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 Justice League of America


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Die Ausgangslage für die Mitglieder der Justice League America war schon einmal besser. Die geheimnisvolle Infinity Corporation hat Green Lantern, Flash und Wonder Woman während eines Hinterhaltes verschwinden lassen. Während Wonder Woman in einem völlig zerstören Olymp nach Antworten sucht, sind Green Lantern und Flash auf Krypton gelandet, zu einer Zeit, in der Rao dort das Leben nach seinen Vorstellungen prägte - weit in der Vergangenheit.
Heute zeigt Rao hingegen sein wahres Wesen auf der Erde und beginnt damit die Menschheit an ihn glauben zu lassen. Jeder soll ihm folgen, jeder muss ihm folgen. Wer sich ihm wiedersetzt, konvertiert gewaltsam. Batmans schlimmste Befürchtungen bewahrheiten sich.

Bryan Hitch schreibt seine Geschichte locker herunter und vermag es erneut eine flüssig und kurzweilige Story aufs Papier zu bringen, die es in sich hat. Vorbei sind die Zeiten, in denen der Glaube an einen guten Gott vorherrschte. Batman und seine Verbündeten finden an einigen Vorkommnissen und Taten rund um Rao Interesse und nehmen sich den merkwürdigen Umständen an. Natürlich treten damit auch zwei Weisheiten ein: Zum einen hat Batman immer recht, wenn er hinter den Geschehnissen mehr vermutet und zum anderen lassen sich solche Probleme nur mit Taktik und einer gehörigen Portion Gewalt lösen. Bleibt abzuwarten, wie sich die Justice League of America entscheiden wird, oder ob sie überhaupt gemeinsam an einem Strang ziehen kann. Denn die Superhelden sind wieder einmal verteilt - durch Raum und Zeit.

Parallel dazu erfährt der Leser einige Hintergründe, während er Green Lantern bei seiner Reise folgt. Der kosmische Ausflug 250.000 Jahre zurück nach Krypton ist neben den Ergebnissen der Untersuchungen der Superhelden auf der Erde mit der interessanteste Punkt in diesem Heft. Rao ist zu Lebzeiten ein Mensch. Schon damals ist er nicht so normal, wie es andere sind, aber so ergibt sich eine packende Konstellation. Green Lantern erlebt oder schreibt sogar Zeitgeschichte, denn es deutet vieles darauf hin, dass Raos gottgleicher Aufstieg an dieser Stelle beginnt. Für die anderen Helden, wie zum Beispiel Flash oder Aquaman nimmt sich Hitch ebenfalls einige Seiten Zeit, um deren Nachforschungen und Probleme nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen.

Etwas mehr Zeit hätten er und seine Kollegen sich für die Zeichnungen nehmen sollen. Das Spektrum der Panels reicht von okay bis ziemlich schwach. Der Gesamteindruck ist durchwachsen und in vielen Szenen fehlen wichtige Details. Gesichter verschwimmen zu Farbklecksen und auf den Hälsen sitzen kantige Kisten statt Köpfen. Schade.

Kurzum: Die nächsten beiden Teile der Story sind inhaltlich gelungen und wecken Hoffnungen auf mehr, allerdings sind die Zeichnungen an vielen Stellen weit davon entfernt, gut zu sein.

Eine Leseprobe ist unter mycomics.de vorhanden

Nicolas Gehling



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