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 Kommissar Beck - Staffel 5, Episode 5-8


Cover
Gesamt ++++-
Action
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
Jeder Krimifan in Deutschland kennt sie mittlerweile, die spannenden Fälle von Kommissar Martin Beck und seinem hitzköpfigen Partner Gunvald Larsson. Seit fast 20 Jahren sind sie in Stockholm und Umgebung unterwegs und lösen die abscheulichsten Verbrechen kompromisslos und mit viel Empathie. Nun aber überschattet ein folgenschwerer Serientod die letzten vier Folgen der fünften Staffel und sorgt dafür, dass ausgerechnet die Leitfigur Martin Beck in eine tiefe Sinneskrise gerät.



Es ist ein ganz normaler Einsatz für Gunvald Larsson, der nach dem gewaltsamen Tod eines Journalisten dessen Nachbarin besucht, um diese als Zeugin zu befragen. Doch anstatt mit der alten Frau die Ereignisse am Mordtag durchzugehen, trifft er völlig unvorbereitet auf den Täter und wird von diesem niedergeschossen. Ein infamer Angriff, von dem sich Gunvald Larsson nicht mehr erholt. Von nun an muss Martin Beck ohne ihn auskommen, was ihm schwer zu schaffen macht. Auch der neue Kollege, ein Profi aus Norwegen, kann die Lücke nicht füllen, egal, wie viel Mühe er sich gibt. Hinzu kommt, dass Martin Becks Vorgesetzter ein falsches Spiel mit ihm spielt und seine momentane Schwäche ausnutzen will, um ihn als Leiter der Mordkommission loszuwerden, während Martin selbst seinen Abschied plant. Ein emotionales Desaster, das zu Störungen in den Ermittlungen führt, die aber durch den tatkräftigen Einsatz der Kollegen bewältigt werden können.

Gunvald Larsson ist aber nicht der einzige Polizist, der sein Leben lassen muss und so geht es in den vier ca. 90 Minuten umfassenden Episoden ordentlich zur Sache. Da wird gemordet und bedroht, verfolgt und recherchiert und mittendrin ein Blick in das Alltagsleben der Figuren geworfen. Das Ganze findet wie gewohnt vor düsteren Kulissen statt und zeigt einen Einblick in die Polizeiarbeit, die nah an der Realität angesiedelt ist. Dabei überzeugen vor allem Peter Haber in der Rolle des menschelnden Kommissars Martin Beck, der - wie bereits erwähnt - in einer schweren Krise steckt und Måns Nathanaelson als Oskar Bergman, welcher sich schwere Vorwürfe wegen des unnötigen Todes seines Kollegen Gunvald Larsson macht. Aber auch der Neue im Team, verkörpert vom Norweger Kristofer Hivju verkörpert, fügt sich gut in das erfahrene Ermittlerteam ein und bringt mit seiner unvergleichlichen Art ein wenig Schwung in die Stockholmer Mordkommission.

Ob es allerdings für den Kultkommissar Martin Beck und die nach ihm benannte schwedisch-deutsche Koproduktion eine Fortsetzung gibt, bleibt abzuwarten. Denn seine Kündigung ist eingereicht und seine Familie über den von ihm gefassten Entschluss in Zukunft nur noch für sie da zu sein sichtlich froh.

Fazit:
Unterhaltsame Krimikost aus dem hohen Norden, die in gewohnt guter Qualität für ein spannendes Fernseherlebnis sorgt.

Dorit Wiebke



DVD | Disc-Anzahl: 2 | Erschienen: 11. November 2016 | FSK: 12 | Laufzeit: 354 Minuten | Originaltitel: Beck | Preis: 25,99 Euro | Untertitel verfügbar in: Deutsch | Verfügbare Sprachen: Deutsch
Schwedisch

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