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 Die Japan-Küche

Traditionell und neu komponiert von Kiyoshi Hayamizu und Rainer Mitze


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis


Das japanische Schriftzeichen "shoku" für "Essen", setzt sich aus den Zeichen für "Mensch" und "gut machen" zusammen, sagen die Köche in Japan. Man kann dieses Zeichen auch so lesen: Essen tut dem Menschen gut.

"Die Japan-Küche. Traditionell und neu komponiert" von dem Japaner Kiyoshi Hayamizu und dem Deutschen Rainer Mitze ist kein konventionelles Kochbuch, sondern ein Buch über die japanische Esskultur. Drei wesentliche Faktoren bestimmen die japanische Küche: die Frische der Zutaten, die Vielfältigkeit der Gerichte und die optische Präsentation. Der gesundheitliche Aspekt dieser Küche ist unbestritten und japanische Kochkunst gewinnt - auf faszinierende Weise verbunden mit Kunst und Philosophie - auch bei uns zunehmend an Bedeutung.

Auf den 204 Seiten des Kochbuchs werden fünfzig typische japanische Gerichte von Kiyoshi Hayamizu, einem Meister der japanischen Kochkunst, traditionell zubereitet und von Rainer Mitze, dem bekannten TV-Koch, für den europäischen Gaumen neu komponiert, ohne dass sie ihren Bezug zur ursprünglichen Küche verlieren. Die japanische Sojasauce spielt dabei als perfektes Allwürzmittel eine bedeutende Rolle.

Die ausführlichen Beschreibungen spezieller Zutaten, Messer und Porzellan und die Darstellungen traditioneller japanischer Zeremonien stellen diese exklusiven Rezepte in ihren kulturellen und philosophischen Rahmen. Zum Beispiel beschreiben die Autoren ein normales Frühstück in Japan folgendermaßen: "Mit einer geschickten Bewegung nimmt Masoko mit ihren Stäbchen einen Bissen geräucherten Fisch von der rot lackierten Platte. Passend zu dem kirschroten Lack ist die Schale der obligatorischen Miso-Suppe mit feinen Kirschblüten verziert und auch die kleine Ablagebank für die Essstäbchen ziert ein Frühlingsmotiv."

Gemäß der japanischen Kunst besticht das Buch auch durch ein minimalistisches Design. Jedes neue Kapitel ist zum Beispiel durch eine rote Seite mit einem schwarzen Dreieck abgetrennt, in der jeweils der Name des neuen Themas verzeichnet ist. Auf jeder zweiten Seite finden sich ansprechende Fotografien von den Speisen, von traditionellen Kunstgegenständen wie Werken aus der Blumenbindekunst Ikebana oder von den Kochgerätschaften wie den scharfen Sushi-Messern.

Die traditionellen Gerichte sind im Rezeptregister am Ende des Buches mit einem roten Quadrat gezeichnet. Dazu gehören beispielsweise die Weizennudelsuppe (Udon), Entenbrust nach Terriyaki-Art, Japanisches Fondue (Shabu-Shabu), Handgeformte Sushi-Nigiri und Octopus-Gurken-Salat. Die neu komponierten Gerichte sind mit einem grauen Quadrat versehen und beinhalten unter anderem Rezepte für Coq au Sake, Garnelen-Spargel-Kebap, Reismehlgnocchi im Mantel aus grünem Tee und Saté von gelben Wassermelonen.

Japanische Speisen zu kochen ist für ungeübte Europäer immer ein schwieriges Unterfangen. Doch den Autoren von "Die Japan-Küche" ist es gelungen, die Zubereitung der Gerichte verständlich zu erklären und dem Leser darüber hinaus auch gleichzeitig den Eindruck zu vermitteln, sich beim Lesen des Buches nicht in Deutschland, sondern direkt in Japan zu finden - einem Land, in dem auf die Qualität der Nahrungsmittel penibel geachtet wird, der Zubereitung enorm viel Zeit zugestanden wird und in dem das Auge noch mitisst.

Nikola Poitzmann



Softcover | Erschienen: 1. Oktober 2005 | ISBN: 3865282377 | Preis: 34,90 Euro | 204 Seiten | Sprache: Deutsch

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