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 Skydream Song

Autoren: Yuana Kazumi
Illustratoren: Yuana Kazumi
Übersetzer: Junko Iwamoto
Verlag: Carlsen

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Ein Krieg hat die Oberfläche der Erde verwüstet. Hierdurch war die Menschheit gezwungen, sich unter der Erde häuslich einzurichten. Man hat alles dafür getan, um es so gemütlich wie möglich zu machen. Es gibt Vegetation, künstliche Vögel und einen künstlichen Horizont. Doch schon seit Jahren hat niemand den wirklichen Himmel gesehen.

Allein der Androide Ciel erinnert sich daran, wie der azurblaue Himmel gewirkt hat, denn er ist als einer der letzten an der Erdoberfläche gewesen. Seitdem trägt er in sich den Wunsch, diesen Himmel wiederzusehen. Mana und ihr Großvater tragen den gleichen Wunsch in sich und haben ein Projekt gestartet, das der Menschheit eines Tages wieder ermöglichen soll, den Himmel zu sehen. Doch dorthin ist es noch ein weiter Weg. Bis dahin trösten sie sich mit den wunderschönen Bildern, die Ciel heraufbeschwört, wenn er für sie singt. Er lässt dadurch Bilder von Vögeln und Schmetterlingen erscheinen, wie es sie vor dem Krieg gegeben hat.

Doch der Traum von Ciel und Mana wird zerstört. Denn Manas Vater und Stiefmutter sehen keinen Sinn in dem Projekt. Heimtückisch ermorden sie Manas Großvater und wollen Ciel dafür die Schuld in die Schuhe schieben. Aufgrund seiner eingeprägten Programmierung zerstört er blindlings vor Wut die Täter und muss schleunigst fliehen, ehe er von der Polizei erwischt wird. Durch diesen Gewaltakt kehrt bei ihm auch die Erinnerung zurück. Damals, auf der Erdoberfläche, gehörte er zu den wenigen Kampfrobotern, die Schrecken und Verderben über die Menschheit gebracht hatten. Diese Programmierung ist ein Teil von ihm und kann nicht gelöscht werden, ohne nicht auch ihn zu zerstören. Verwirrt sucht er Unterschlupf und versucht für sich allein Manas größten Wunsch zu erfüllen: endlich einmal den Himmel zu sehen.

"Skydream Song" ist ein melancholischer Manga über eine Menschheit, die den Planeten, auf dem sie lebt, zerstört hat und damit beinahe sich selbst. Die Hauptfigur ist der Androide Ciel, der ironischerweise mehr Gefühle hat als so manche menschliche Figur in diesem Manga. Durch einen Unglücksfall kommt bei ihm seine ursprüngliche Programmierung durch. Auf der Flucht vor der Polizei versucht er seinen letzten Wunsch zu erfüllen und wird von alten Erinnerungen überschüttet.

Dieser Manga ist wie so viele andere sehr melancholisch und wehmütig. Die Zeichnungen sind sehr schön, allerdings teilweise etwas überfüllt, so dass man Schwierigkeiten hat, sich darin zurecht zu finden. Dies ist auch bei der Geschichte selbst der Fall. Zu viele Einzelheiten verwirren die Geschichte und damit auch den Leser selbst. Manche Teile der Geschichte muss man mehrmals lesen, um sie zu begreifen. Aber von diesen Hindernissen abgesehen ist die Erzählung sehr schön, sehr dicht und auch sehr traurig.

Das Erstlingswerk von Yuana Kazumi ist ein gut gelungener Manga, der die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt. Allerdings ist er mit einigen kleinen Mängeln behaftet, die es verhindern, dass die gut erdachte Geschichte auch problemlos den Leser erreicht. Alles in allem ein netter Manga für gemütliche Stunden.



Daniela Hanisch



Taschenbuch | Erschienen: 01. Juli 2005 | ISBN: 3551781907 | Originaltitel: Sorayume No Uta | Preis: 6,00 Euro | 176 Seiten | Sprache: Deutsch

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