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 Sky Doll, Band 1: Die gelbe Stadt

Sky Doll - La ville jaune

Serie: Sky Doll, Band 1
Autoren: Alessandro Barbucci, Barbara Canepa
Verlag: Carlsen

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Noa ist eine Puppe. Damit sie "leben" kann, muss sie aufgezogen werden. Noa arbeitet in einer Waschanlage für Raumschiffe mit dem Namen Heaven, ihr Besitzer ist Gott. Dieser ist seinen Mitarbeiterinnen aber oft nicht sehr freundlich gesonnen. Er verschafft sich lieber mal mit Brüllen Gehorsam als durch Lob.
Eines Tages trifft Noa durch einen Zufall auf die zwei Raumfahrer Roy und Jahu. Sie nutzt die sich ihr bietende Gelegenheit und flüchtet mit deren Hilfe aus der Waschanlage.

In der Welt, in der diese Geschichte spielt, herrscht die Päpstin Ludowika, die ihre Beliebtheit durch ein riesiges Showbusiness bis ins Unendliche steigert. Es ist ein dem Fernsehen ähnliches, mit unendlich vielen Spezialeffekten bereichertes Spektakel. Die Bewohner des Planeten Papathea sind dem Idealbild ihrer Päpstin verfallen, aber es gibt auch Gegengruppen, die mit aller Macht gegen Ludowika ankämpfen. Und Noa zieht es mitten in dieses Ränkespiel.

Wenn man diesen Comic das erste Mal in der Hand hält, beeindrucken einen zuerst die perfekt gezeichneten Bilder. Jedes einzelne davon könnte fast genau so bei einer Ausstellung auftauchen, so perfekt sind sie ausgearbeitet. Jeder Gesichtsausdruck, jede Körperhaltung der Figuren sagen oft mehr, als es Worte vermögen. Schon bevor man das erste Wort gelesen hat, haben einen die Personen allein durch ihr Aussehen gefesselt.

Aber der Comic besticht auch durch eine vielschichtige Story. "Die gelbe Stadt" ist der Auftakt für eine mehrbändige Reihe und führt den Leser gekonnt in die Story um Noa ein. Besonders spannend ist dabei zu beobachten, wie sich die Figuren miteinander entwickeln. Die Handlung um den naiven Roy, den leicht jähzornigen Jahu und die freundliche Noa sind dabei nur einer der Erzählfäden. Wir erfahren außerdem sehr viel über die Hintergründe der Päpstin und wie sie selbst sich in diesem Machtspiel verhält.

Es wird sich hier durchaus zynisch, aber sehr gekonnt mit Religion, Macht und Sexualität auseinander gesetzt. Hinter einem schillernd-bunten Comic verbirgt sich auf jeden Fall mehr als nur eine nette Fantasy-Geschichte.

Fazit: Einer der besten Comics dieser Zeit. Wunderschöne, farbige Bilder, eine manchmal humorvolle, oft ernste Geschichte um Religion und Macht, eine spannende Handlung. Was will man mehr? Den nächsten Band natürlich.

Bine Endruteit



Softcover | Erschienen: 1. Februar 2003 | Preis: 10,00 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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