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 Triebwerk


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Gefühl
Humor


Mit "Triebwerk" legt der Stuttgarter Schriftsteller Norbert Sternmut einen weiteren Gedichtband vor, der in der Edition Thaleia erscheint.
Der Autor
Norbert Sternmut (= Norbert Schmid), geboren 1958 in Stuttgart, lebt in Asperg bei Stuttgart und arbeitet als Diplom-Sozialpädagoge in den Bereichen Erwachsenenbildung, Altenarbeit, Jugendarbeit. Er veröffentlichte seit 1980 zahlreiche Lyrikbände, Dramen und Kurzprosa in über 60 Anthologien und 17 Einzelwerken.
Der Schriftsteller ist Mitglied im Schriftstellerverband VS und erhielt Stipendien des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Gerlingen.
Mehr Infos finden Sie auf seiner Website: www.sternmut.de. />


Norbert Sternmut kam in letzter Zeit gleich zweimal lyrisch daher. Nach dem hochinteressanten "88 Rätsel zur Unendlichkeit" liegt mit TRIEBWERK wieder ein Sternmut vor, der viel über ihn selbst aussagt. Liest man wie immer (auch) zwischen den Zeilen (bei SternMuts Lyrik ein MUSS, das ein jeder beherrschen sollte, der seine Texte "bewertet", sonst wird er ihnen nicht gerecht) wird eine ungeheure Bandbreite offenbart. Aber auch die Entwicklung des Autors. Mehr noch, man hat des Gefühl, er steige wie Phönix aus der Asche. Und letztere taucht wie ein roter Faden in dem Band auf. Aber auch er selbst. Der Stern... der Mut... der SternMut... darüber hinaus Frauen, die eine zentrale Rolle zu spielen scheinen... Eros... halt alles, was das Leben ausmacht, findet sich bin TRIEBWERK.
Wie schon der Titel viele Assoziationen zuläßt. Antrieb, Sexualtrieb, Lebenstrieb...

Was mich wie immer beeindruckt, ist der besondere Sprachrhythmus, der Norbert Sternmut schon immer zu eigen war und noch ausdrucksstärker geworden ist. Liest man die Texte laut - was meines Erachtens unabdingbar ist - wird ihre Mehrdimensionalität erst recht bewußt. Durch eben jenen Sternmut-eigenen Rhythmus.
Wie wohltuend heben sich seine Texte zwischen der Betroffenheitslyrik, dem schwülstigen Schmonzes um Liebe, Verlust und Tränen anderer Lyriker hervor.
Da bleiben auch gesellschaftliche Abnormen nicht unerwähnt - in der Zeit der Dschungelstars ("Nachrichtensand") und der (wohl vom Volk gewollten) Verdummung vor der Glotze.
Ich will nicht zuviel vorwegnehmen, das ist besonders bei einem Lyrikband tödlich.

Mein Fazit - angelehnt an seine Worte:

Er hat sich mit TRIEBWERK poetisch nicht nur in den Sommer, sondern in unseren Kopf gepflanzt... und es bleibt uns mehr als sein Name - es bleiben uns seine Wort-Schöpfungen.
Gefeiert sei das Feuer, das seine Worte in uns entfachen.
Ja, ich liebe den Stern - um seiner Texte willen.
Und sei er auch oft unverstanden - das macht den Genius aus.

Mir ist er lieber, als all die der unerträglichen selbsternannten Schmalz-Romantiker.


Alisha Bionda

Probe


Taschenbuch | Erschienen: 01. Januar 2005 | ISBN: 3924944695 | 102 Seiten

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