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 Silent Hill, Band 1: Silent Hill - Drei blutige Erzählungen

Serie: Silent Hill, Band 1
Autoren: Scott Ciencin
Illustratoren: Nick Stakal, Shaun Thomas
Verlag: Panini Comics

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Silent Hill ist eine Geisterstadt irgendwo in den Vereinigten Staaten. Für die Menschen, die hierher kommen, hat das Schicksal etwas ganz Besonderes auserkoren. Denn Silent Hill ist mehr als nur eine einfach Geisterstadt. Manche sage, es sei das Tor zur Hölle.

Silent Hill ist der Schauplatz der gleichnamigen Videospielreihe von Konami. Aufgrund seiner Popularität war es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Stoff auch in anderen Medien verarbeitet werden würde. So wurde mittlerweile der obligatorische Kinofilm gedreht, aber auch ein weiterer Trend der Zusatzverwertung - im nicht abwertenden Sinne - wurde berücksichtigt: die Produktion von Comics. Mit "Silent Hill - Drei blutige Erzählungen" liegt der erste nun in deutscher Übersetzung vor. Wie der Titel schon sagt, enthält der Band drei Geschichten, welche drei verschiedenen Möglichkeiten des Horrors in der Geisterstadt Silent Hill ausloten. "Unter Verdammten" handelt von einem Soldaten, der von den Geistern aus seiner Vergangenheit geplagt wird. In "Schwarzmalerei" findet ein junger Maler in der Geisterstadt eine unheimliche Muse, die ihn zu nie zuvor erreichten künstlerischen Leistungen antreibt. Doch die Ankunft einer Gruppe mysteriöser Cheerleader ändert alles. "Der grinsende Mann" schließlich schildert den letzten Arbeitstag des Polizeibeamten Robert Tower, der im Rahmen einer normalen Streife mit den Schrecken von Silent Hill konfrontiert wird.

Die drei Erzählungen sind weder miteinander verbunden noch entsteht der Eindruck, dass sie alle in demselben Umfeld stehen. "Silent Hill" ist somit nur ein Pseudonym für einen Ort, an dem das Grauen herrscht, der jedoch in seinem Erscheinungsbild nicht kanonisch festgelegt ist. Dies mindert jedoch nicht die Qualität des vorliegenden Comics. Alle drei Geschichten entwerfen ein Setting der Trostlosigkeit und Verzweiflung, das sich sowohl in der Handlung als auch im Artwork niederschlägt.

Für die Geschichten an sich zeichnet sich Scott Ciencin verantwortlich, dem es sehr gut gelingt, in jedem Entwurf eine andere Art des Horrors darzustellen. Die Visualisierung der Erzählungen dagegen oblag zwei verschiedenen Zeichnern: Shaun Thomas für "Unter Verdammten" und "Schwarzmalerei", sowie Nick Stackal für "Der grinsende Mann". Beide Künstler pflegen hier einen sehr düsteren, realistischen Stil, mit dominierenden dunklen Farben, die sehr gut die Trostlosigkeit der Welt von Silent Hill widerspiegeln. Stackals Charaktere wirken etwas klobiger und kompakter, während Thomas mit feineren Linien und einer größeren Detaildichte arbeitet. Darüberhinaus verwendet er teilweise sehr grelle Farben wie Gelb und Pink, um Kleidungsstücke und Haare hervorzuheben.

Auch wenn "Silent Hill - Drei blutige Erzählungen" nicht kanonisch zu den übrigen "Silent Hill"-Produkten passt, erzeugen sie sehr gut deren Wirkung in Bezug auf Horror und Psycho. Die Plots sind schön ausgearbeitet und werden durch die Zeichnungen stimmungsvoll in Szene gesetzt. Der Comic ist somit jedem Horror- und Comic-Fan zu empfehlen.

Markus Goedecke



Softcover | Erschienen: 01. April 2006 | ISBN: 9783833213922 | Preis: 16,95 Euro | 156 Seiten | Sprache: Deutsch

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