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 Detektiv Conan, Band 42: Detektiv Conan Band 42


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Conan und Ai sind auf der Spur von Ais verschwundenem Vater Dr. Miyano. Der einzige Hinweis auf den Aufenthaltsort des Wissenschaftlers ist die Adresse einer Werbeagentur. Der Chef der Agentur ist Herr Dejima. Conan findet heraus, dass die ermordete Schwester Ais vor zwanzig Jahren in dem Haus gelebt hat und kurz vor ihrem Tod dort überraschend zu Besuch war. Doch bevor Conan herausfinden kann, was Ais Schwester dort wollte oder ob sie dort sogar irgendetwas versteckt hat, fällt Herr Dejima einem Giftanschlag zum Opfer.

Ran und Sonoko besuchen ihre Freundin Aya. Sie arbeitet in einem Supermarkt und ihre Freundinnen werden Zeuge eines schweren Streits zwischen Aya und ihrem Chef. Der verdächtigt sie des Diebstahls und will ein Geständnis. Ran versucht fieberhaft, hinter das Geheimnis der Diebstähle zu kommen. Von Shinichi oder Conan kann sie keine Hilfe erwarten.

Kogoro Miri ist zu einer Veranstaltung geladen, die mehr als seltsam ist. Auf einer Art Geisterschiff finden sich die Gäste ein, die als Monster, Mumien, Werwölfe und Vampire verkleidet sind. Ein Filmteam versteckt sich unter den Gästen und sucht nach dem perfekten Kostüm. Eine Rolle in einer erfolgreichen japanischen Monster-Fernsehserie ist die Belohnung. Doch unverhofft wird der Gastgeber und Produzent der Serie ermordet. Zum Erstaunen der Gäste erscheint Shinichi, der Meisterdetektiv im Ausguck des Schiffes und kündigt an, den Fall umgehend zu lösen. Gleichzeitig befindet sich Ai in akuter Lebensgefahr. Die Organisation scheint sie enttarnt zu haben und trachtet ihr nach dem Leben.

Über die ersten beiden Episoden dieses zweiundvierzigsten Abenteuers des kleinen Detektivs deckt der geneigte Rezensent den Mantel des Schweigens. Zu albern sind die Taten, zu lächerlich die Motive der Täter und zu vorhersehbar die Auflösung. Zeichentechisch zwar brillant, können sie keinerlei Spannung erzeugen und hinterlassen das Gefühl, uninspiriert und beliebig zu sein.
Dann aber erfolgt eine große Überraschung. Es entspannt sich ein hochkomplexer Fall, der, auf drei Ebenen gleichzeitig spielend, mehrere Handlungsstränge zu einem sensationellen Ende führt. Diverse Hinweise und Fingerzeige, die in Zwischensequenzen der letzten zehn Abenteuer eingestreut waren, erfahren plötzlich eine Bedeutung, die wahrhaft überraschend ist.
Ohne inhaltlich aufzudecken, welche Lösungen und Ideen Aoyama hier verarbeitet und illustriert, sei nur soviel gesagt: Jeder Leser, der der Geschichte des Meisterdetektivs Shinichi gefolgt ist, jeder Fan, der die Abenteuer des kleinen Conan mit Begeisterung Monat für Monat liest, kann nicht umhin, diese Episode als Meisterwerk zu erkennen. Handlungsstränge, die Aoyama von Anfang an angelegt hat, kulminieren in einem höchst spannenden, intelligent konzipierten und perfekt konstruierten Finale. Das Ergebnis ist grandios. Kein einziger Band, keine einziger Kriminalfall ist mit diesem einen fulminanten Höhepunkt zu vergleichen.

Fazit: Fans werden den Band verschlingen, Gelegenheitsleser völlig verständnislos diesen Kriminalfällen folgen. Ohne die Vorgeschichte zu kennen, ohne die zahlreichen Hinweise verfolgt zu haben, ergeben diese Geschichten keinen Sinn. Wer aber zu den Lesern zu zählen ist, die alle Bände ihr Eigen nennen, kommt an diesem einen Abenteuer, dem dritten Fall in diesem Band, nicht vorbei. Er ist absoluter Höhepunkt der bisherigen Geschichte rund um den durch ein Gift geschrumpften Meisterdetektiv.

Stefan Erlemann



Taschenbuch | Erschienen: 01. Februar 2006 | ISBN: 3770463684 | Originaltitel: Meitantei Conan, Vol. 42 | Preis: 5 Euro | 192 Seiten | Sprache: deutsch

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