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 Die Chroniken der Anderwelten: Unterm Doppelmond

Die Chroniken der Anderwelten 2


Cover
Gesamt +++++
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
"Unterm Doppelmond" ist der zweite Teil des fünfbändigen Zyklus über die Anderwelten.
Eva, Friedrich und Otto von Grauenfels sind gemeinsam mit Ander, dem Hauptmann aus Unterhessen, aufgebrochen um Unterhessen zu erforschen. Die Reise dorthin verläuft fast ohne Zwischenfälle, doch als sie ihr Ziel erreichen, werden sie als erstes vor den Großadministrator geführt.

Diesen interessieren allein die Pferde, die nach Burg Grauenfels geflohen sind. Aber Otto und sein Bruder sind nicht bereit, deren Freiheit wieder einschränken zu lassen. Die Diskussion wieder immer hitziger, bis letztendlich Friedrich eine Drohung gegenüber dem Großadministrator ausspricht. Daraufhin wird er in den Kerker geworfen, ohne dass Eva oder Otto etwas dagegen einwenden könnten, wollten sie nicht ebenfalls dort landen. Man gibt ihnen daraufhin eine Unterkunft und einige Münzen in die Hand, um ihnen Gelegenheit zu geben, die Minenstadt näher kennen zu lernen. Ihr Gepäck wird beschlagnahmt.

Der Priester, der sie in den ersten Tagen begleitet und die wichtigsten Dinge zeigt, ist Pater Mohammus. Jener erklärt ihnen auch, dass sie fortan als Bürger Unterhessens betrachtet werden. Und somit ist das Verlassen Unterhessens auf Strafe verboten. Einer Rückkehr nach Hause beraubt, müssen Eva und ihr Vater für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Sie versuchen auf den Feldern für den Nachtweizen Arbeit zu finden.

Aufgrund einiger Missverständnisse jedoch werden beide als Diebe verhaftet und vor ein Gericht gebracht. Hier erfahren sie am eigenen Leib, dass das Gerichtssystem im Zweifel für den Mächtigeren entscheidet. Nun müssen sie statt gegen Geld als Strafarbeiter auf den Feldern ihren Dienst tun. Dies geht nur kurze Zeit gut. Denn als Eva von zwei Männern vergewaltigt wird, setzt sie sich zur Wehr und wird daraufhin wieder verurteilt, da die Zeugen auf der Seite der Vergewaltiger stehen.

Otto und Eva werden in den Kerker geworfen, laut Urteil für mehrere Jahre. Sie haben keine Ahnung, ob Friedrich noch am Leben ist und ob sie jemals wieder nach Hause zurückkehren können. Unerwartete Hilfe bekommen sie von Ander, der plötzlich wieder auftaucht und sie aus dem Gefängnis holt. Das Urteil wird aufgrund der falschen Zeugenaussagen revidiert und sie sind frei. Ander drängt Eva dazu, endlich in die Garde einzutreten, um Geld für sich und Otto verdienen zu können. So langsam scheint ihre Lage sich zum besseren zu wenden.

Wie schon der erste Teil, erzählt dieser Band seine Geschichte ebenso spannend und unterhaltsam weiter. Mit präzisen Worten werden Handlungen und Geschehnisse aufgezeigt. Mitten hinein wird der Leser gerissen und blättert eilig weiter um die aufregenden Erlebnisse weiter verfolgen zu können. Der Autor umschifft bravourös jegliche Klischees, hält sich nicht an Gemeinplätzen auf, sondern führt seinen Leser in ein Land, das sich lohnt, entdeckt und erforscht zu werden.

Wieder einmal Fantasy, die sich deutlich von manch anderer Lektüre abhebt. Sehr schöne Einfälle wechseln sich mit sozialkritischen Elementen ab und lassen diese Geschichte umso realistischer erscheinen. Das Cover ist sehr treffend gezeichnet und die Kapitelunterteilung besticht durch verspielte detaillierte Anfangsbuchstaben, die auch fürs Auge ein vergnügen sind.

Auf jeden Fall eine tolle Geschichte und jedem zu empfehlen, der sich für dieses Genre begeistern kann.


Die Rezension zum ersten Teil finden Sie hier

Daniela Hanisch



Taschenbuch | Erschienen: 1. Mai 2005 | ISBN: 3937419047 | Preis: 9,95 Euro | 372 Seiten | Sprache: Deutsch

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