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 Myrkgard


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Dieses Quellenbuch entspringt einem Fanprojekt und beinhaltet eine Beschreibung der Schwesterwelt Midgards, die im Zyklus der Zwei Welten entstanden ist. Über die Entstehung dieser Welt gibt es ein paar Informationen, jedoch wird hauptsächlich auf die betreffenden Midgardabenteuer verwiesen. Die Besonderheiten der Welt Myrkgard, zum Beispiel, dass es dort keinen Mond gibt, werden auch erwähnt.
Für verschiedene Länder wird erklärt, wie sich diese anders entwickelt haben als ihre Schwesterländer auf Midgard. Die Seemeister haben auf Myrkgard den Krieg der Magier gewonnen und damit gibt es genug Grundlage für eine ganz eigene Entwicklung auf dieser Welt. Sie ist somit viel düsterer und gefährlicher als Midgard selbst.

Das Buch teilt sich grob in zwei Teile: Im ersten werden die Länder des dunklen Imperiums beschrieben. Dies sind die Länder, die zu den valianischen Seemeistern gehören. Im zweiten Teil werden die von den Seemeistern unabhängigen Länder beschrieben.

Dirk Richter beginnt den ersten Teil mit einer Beschreibung Valians. Man findet Informationen zum Reich der Dunklen Seemeister, zur Politik des Imperiums, zum chryseischen Kernland, den valianischen Inseln und den Küstenstaaten (wie sie auf Midgard heißen). Außerdem wird auf die Namensmagie eingegangen, sowie eine kurze Beschreibung, inklusive Karte, der Stadt Thalassa gegeben.
Der zweite Artikel von Ingo Mureck, Stefan Brutscher und Ulf Schatz beschreibt Alba unter dem Einfluss der Seemeister. Auf elf Seiten wird nun erzählt, wie sich Alba verändert hat und wie es auf Myrkgard aussieht.
Stefan Brutscher hat danach auf weiteren elf Seiten Eschar beschrieben. Er charakterisiert sowohl den valianischen Teil Eschars als auch das wiedererwachte Ta-Meket.
Von Michael Bloch stammt die Beschreibung Moravods unter dem Protektorat der Seemeister. Ein schöner Artikel über Myrkgards Moravod, bevor schließlich Karl-Georg Müller auf vier Seiten Serendib beschreibt, wie dieses unter der valianischen Herrschaft aussieht.

Der zweite Teil beginnt mit einer Beschreibung Arans aus der Feder von Bethina Maier. Damit hat man zum ersten Mal Informationen über Aran, die umfassender sind als die wenigen Artikel aus dem Gildenbrief. Michael Bloch und Daniel Fischer haben sich Clanngadarn angenommen und beschreiben, wie dieses aussieht, jetzt wo das Reich der Seemeister an ihre Grenze stößt. Dann folgt jedoch auch schon die Beschreibung Gismoloks, ein interessanter Artikel von Ingo Mureck über das neue Erscheinungsbild des Pfortenarchipels. Eine wirklich gute Idee, die Myrkgard auch außerhalb des Seemeisterreichs sehr dunkel werden lässt.
Jakob Richter hat sich mit KanThaiPan auseinander gesetzt. Dies ist ein gemeinsames Land geblieben, im Gegensatz zum Äquivalent auf Midgard. Hier findet man ein beruhigenderes Bild des Landes vor als auf der Schwesterwelt. Man sieht, dass Myrkgard auch positive Veränderungen nach sich ziehen kann.
Danach folgt ein Artikel von Hans-Joachim Maier zu Minangpahit. Sehr interessante dreizehn Seiten, die - wie die Beschreibung Arans - wirklich einmal neue Informationen liefern zu Ländern, die sonst eher als weiße Flecken gelten.

Ulf Schatz hat dann die andere Entwicklung Nahuatlans beschrieben. Camasotz ist nun der Herr und damit haben wir auch im äußersten Westen Midgards eine dunkle Entwicklung. Man sieht also, an vielen Ecken gibt es nun allerlei Hilfebedürftige, derer sich wahre Helden annehmen können. Ebenfalls eine Besonderheit ist der Artikel von Gerhard Schreitz. Er beschreibt Orcadu, das Land der Orks. Zwischen Alba, Erainn und Clanngadarn liegt das Land, das ein wenig an das Orkland des Schwarzen Auges erinnert. Es wurde jedoch sehr gut in die Gepflogenheiten Midgards eingepasst.
Natürlich wird auch Rawindra erwähnt. Der Autor dieses Artikels ist Marek Jäger. Knapp zehn Seiten wurden dazu verwendet und auch hier herrscht die Dunkelheit. Das Land ist in den Klauen der Sritas. Eine sehr interessante Lage, die das absolute Gegenbild Midgards ist.
Karl-Georg Müller hat auch noch einen zweiten Artikel beigesteuert, diesmal zu Erainn. Damit gibt es weitere Informationen zu einem Land, worüber es noch kein Quellenbuch gibt. Sicherlich unterscheiden sich die Länder auf Midgard und Myrkgard stark, aber man kann sich sehr gut inspirieren lassen. Im Anschluss daran beschreibt Carsten Grebe die neue Lage in der Tegarischen Steppe. Wie in KanThaiPan gab es hier auch kein Auftauchen der Götter, so dass sich alles anders entwickelt hat. Eine schöne Umsetzung, wie in KanThaiPan, nur ist die Lage hier deutlich düsterer.
Der letzte Artikel stammt von Jörg Schridde und beschäftigt sich mit dem Zweikronenreich. Das Zweikronenreich ist das Äquivalent zu Waeland und das vielleicht modernste Reich auf beiden Welten. Man findet dort Ballon fahrende Gnome, richtige Schusswaffen und auch ansonsten allerlei technische Neuigkeiten, dafür aber so gut wie keine Magie. Eine wirklich schöne Idee, mit sehr vielen interessanten Elementen.

Insgesamt ein sehr gutes Buch. Die Idee zu diesem Projekt ist hervorragend, ebenso wie die Umsetzung. Myrkgard ist wirklich zu einer interessanten Welt geworden, doch leider gibt es nichts Weiteres außer diesem Quellenbuch. Es bleibt zu hoffen, dass sich noch mehr Material, auch in Form von Abenteuern, finden wird. Die Ideen, die sich hier finden, sind jedenfalls wirklich super und teilweise eignen sich die Länderbeschreibungen auch, um auf Midgard übertragen zu werden, besonders in Hinsicht auf Aran und Minangpahit.

Interesse an diesem Quellenbuch hat vermutlich jeder, der den Zyklus der Zwei Welten spielt oder gespielt hat oder gutes Material für Midgard haben möchte. Hier liegt wirklich gutes Material in Form von kurzen Beschreibungen zu einzelnen Ländern vor. Das Beste ist, dass man dieses Material nicht unbedingt auf Myrkgard beschränken muss, sondern es auch für Midgard übernehmen kann. Auffallend gut ist die Karte im Buch, die die Welt Myrkgard zeigt. Sie zeigt nicht nur die Länder, sondern auch die Städte.
Fazit: Ein qualitativ hochwertiges Buch, welches sehr interessantes Hintergrundmaterial enthält!

Jens Fleischhauer



Hardcover | Erschienen: 1. November 2003 | ISBN: 9783930635740 | Preis: 27,95 Euro | 212 Seiten | Sprache: Deutsch

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