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 Japan


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Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis


Noch vor zwanzig Jahren wussten die meisten Deutschen nicht, was Glasnudeln sind. Mittlerweile gehört der Wok in jede moderne Küche und auch andere asiatische Gerichte sind sehr beliebt. Die japanische Küche schreckt allerdings immer noch viele Menschen ab, da sie vor allem für rohen Fisch bekannt ist. Doch die japanische Küche bietet noch mehr als Sushi. Der Verlag Naumann & Göbel hat sich nun mit diesem Buch den vielseitigen kulinarischen Genüssen Japans gewidmet.

Das Buch beginnt mit einer zehnseitigen Einführung in die japanische Küche. Zuerst wird hierbei auf die japanische Kunst, Philosophie und das Verständnis des Essen im Einklang mit der Natur eingegangen. Dabei wird auch die japanische Teezeremonie vorgestellt und die verschiedenen kulturellen Einflüsse angesprochen. Da die europäische Küche einige Zutaten der asiatischen Küche nicht kennt, werden die gängigsten Zutaten vorgestellt. Ebenso werden benötigte Küchenutensilien beschrieben.
Die darauf folgenden Rezepte sind in folgende Kategorien unterteilt:
  • Reis, Nudeln, Suppen
  • Rohe Gerichte
  • Gedämpfte Gerichte
  • Kochen, Schmoren, Dünsten
  • Grillen
  • Frittieren
Wie man sehen kann, sind die Rezepte bis auf die erste Kategorie nach den Zubereitungsarten sortiert. Das mag teilweise vorteilhaft sein, allerdings muss man immer das ganze Buch durchblättern, wenn man beispielsweise ein Fleischgericht zubereiten möchte, da diese Kochrezepte über das ganze Buch verteilt sind. Das Rezeptregister am Ende des Buches hilft dabei auch nicht sonderlich weiter. Innerhalb der Kategorien sind die Rezepte laut Einführung nach den Jahreszeiten sortiert, da die japanische Küche sich an diesen orientiert. Leider findet man aber bei keinem Rezept genau, in welche Jahreszeit es einzuordnen ist. Man kann nicht vom Leser erwarten, dass man die Rezepte einer Kategorie zählt, um dann einschätzen zu können, wo ungefähr welches Rezept steht.

Sehr vorteilhaft ist, dass es bei jedem Rezept eine gut gelungene Fotografie des Gerichtes gibt. Da es sich um Rezepte handelt, die ein Großteil der Europäer eher als exotisch bezeichnen würden, helfen die Fotografien, sich das fertige Gericht besser vorstellen zu können. Darüber hinaus gibt es bei einigen Rezepten noch Fotografien von der Zubereitung. Dennoch sollte man sich das Buch erst einmal im Buchhandel anschauen, bevor man es kauft. Zwar sind die Rezepte ansprechend und schmecken auch lecker, doch sollte man sich in der Küche sicher fühlen, bevor man sich an diesem Buch versucht. Denn die Zutaten können den Geldbeutel schon sehr strapazieren und die Rezepte sind nicht sonderlich einfach zuzubereiten, wenn man keine Ahnung hat, wie man Hackfleischbällchen oder Lachsfilet zubereitet. Die Rezepte sind auch so verfasst, dass man davon ausgeht, dass der Leser sich in der europäischen Küche auskennt. Vorkenntnisse in der asiatischen Küche sind praktisch, aber nicht zwingend erforderlich.

Die Rezeptauswahl ist sehr gelungen und bietet für jeden Geschmack das passende Gericht. Allerdings sollte man genügend Geld haben, um den asiatischen Spezialladen zu besuchen oder frischen Fisch zu kaufen, der in diesem Fall meist ganz frisch sein muss und je nach Region sehr teuer sein kann. Die Empfehlung im Vorwort, die Familie häppchenweise an die japanische Küche zu gewöhnen, indem man zu den normalen Mahlzeiten kleine Häppchen aus diesem Buch reicht, ist dementsprechend sehr kostspielig und für die meisten nicht umsetzbar. Wenn dies kein Hindernis darstellt, kann man die leckeren Gerichte genießen oder seine Freunde und Verwandte mit japanischen Gerichten beeindrucken.

Vera Schott



Hardcover | Erschienen: 1. März 2007 | ISBN: 9783625113997 | Preis: 7,95 Euro | 160 Seiten | Sprache: Deutsch

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