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 Die Highland-Saga, Band 2: Die geliehene Zeit

Serie: Die Highland-Saga, Band 2
Autoren: Diana Gabaldon
Übersetzer: Sonja Schuhmacher
Verlag: Blanvalet

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Roger Wakefield steht vor einer unlösbaren Aufgabe, denn er steckt mitten in der Sichtung des schriftlichen Chaos, das sein verstorbener Adoptivvater hinterlassen hat. Inmitten dessen tritt die Witwe Claire mit ihrer Tochter Brianna an ihn heran: Claire hat eine Bitte, denn sie benötigt Hilfe bei einer historischen Suche. Roger soll ermitteln, ob bestimmte Personen die Schlacht von Culloden überlebt haben. Da Roger leidenschaftlicher Historiker ist und er bereits ein Auge auf die doch recht hübsche Brianna geworfen hat, verspricht er Claire, ihr bei ihrer Suche zu helfen.

Während der Nachforschungen verhält sich Claire immer seltsamer, denn sie bittet Roger, Brianna nichts vom Anführer der Jakobiter, James Fraser, zu erzählen und sie vom Hügel Craigh na Dun fernzuhalten.
Bei einem Ausflug besichtigen Claire, Roger und Brianna einen alten Friedhof, auf dem laut Rogers Forschungen einer der Männer begraben liegen soll. Sie entdecken den Grabstein von Jonathan Randall, dem Vorfahren ihres Ehemannes Frank. Nachdem Claire dann auch noch das Grab eines gewissen "James Alexander Malcolm McKenzie Fraser" entdeckt, gesteht sie Brianna, wer ihr wirklicher Vater ist und erzählt die ganze Geschichte...

Der Inhalt ist, wie beim ersten Band, wieder realistisch und glaubwürdig geschildert, jedoch mit einem Hang zum Fantastischen, zum Beispiel Zeitreisen. Das ganze Buch erscheint jedoch gut durchdacht und präzise konstruiert zu sein.
Wieder einmal herrlich sind die vorkommenden Dialoge der zahlreichen Situationen. Manche erscheinen so echt, als ob sich ein Nachbar mit seiner Frau unterhält. Die Autorin hat sich bestimmt von Menschen im Alltag inspirieren lassen und sich bis ins kleinste Detail mit ihren Charakteren beschäftigt und auseinandergesetzt. Dieses Buch ist wieder sehr spannend geschrieben ist und mich sehr gut unterhalten hat.

Das Ende des Buches ist gut gewählt, weil es dieses abschließt. Jedoch lässt es Spielraum für eine Fortsetzung, die es offensichtlich nach diesem Ende geben muss. Dieses Ende stellt den Leser auf jeden Fall zufrieden gestellt und weckt mehr Vorfreude auf einen weiteren Teil der Saga.

An diesem Buch gefallen vor allem wieder und immer noch die Charaktere, die liebevoll durchdacht sind und oft den Anschein erwecken, ein Eigenleben zu führen. Die meisten Situationen definieren sich alleine durch die vorkommenden Personen. Auch die guten Beschreibungen der Landschaft und der damaligen Lebensumstände weisen darauf hin, dass die Autorin sehr viel Zeit mit genauen Recherchen zugebracht hat, um in ihrem Roman authentisch und realitätsbezogen zu sein.
Wieder einmal ist dieses Buch eher etwas für Erwachsene, da die vorkommenden Szenen, wie auch schon im ersten Teil, zum Teil sehr detailliert beschrieben und somit nichts für "Kinderaugen" darstellen.

Das Buch ist der zweite Teil einer Saga und sollte auf keinen Fall unabhängig von den anderen gelesen werden, da die Geschichte mitten drin ansetzt, wo sie im Vorläufer geendet hat.

Ein durchaus gelungenes Buch, das man gerne liest. Diana Gabaldon ist ein Suchtmittel und wird früher oder später noch mehr Leser in den Bann ziehen und die Neugierde an der Geschichte des 18. Jahrhunderts wecken, sie vielleicht dahin bringen, sich auch damit auseinander zu setzen.

Nina Kraus



Taschenbuch | Erschienen: 1. Juli 1998 | ISBN: 9783442350247 | Originaltitel: Dragonfly in Amber | Preis: 12,00 Euro | 979 Seiten | Sprache: Deutsch

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