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 Sushi


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Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis


Die japanische Köstlichkeit Sushi spaltet bekanntlich die europäischen Geschmäcker: Die einen lieben es, die anderen ekeln sich davor, rohen Fisch oder rohes Fleisch zu essen. Doch für diejenigen, die es gerne essen, ist es ein recht kostspieliges Vergnügen, da Sushi-Bars meist sehr teuer sind. Doch zu Hause Sushi zu machen, stellt man sich sehr schwer vor und so bleibt es bei einem seltenen Vergnügen. Nun hat der Verlag Naumann & Göbel ein Buch ganz dem Sushi gewidmet.

Um Sushi zubereiten zu können, muss man einen Teil der japanischen Kultur und das japanische Verständnis für die Natur nachvollziehen können. Diesen beiden Punkten widmet sich auch der Beginn der ausführlichen Einleitung zu Beginn des Buches. Danach geht es in die Sushi-Bar und es wird auf die Kunst des Zubereitens und den Weg bis zum Sushi-Meister eingegangen. Auch bekommt man einige Verhaltensregeln und Sitten erklärt, die man sich merken sollte, falls man nach Japan in Urlaub fährt und eine Sushi-Bar besuchen möchte.

Der Reis ist einer der Hauptbestandteile der japanischen Esskultur und so wird ihm ein gesondertes Kapitel gewidmet. Auch dessen Zubereitung wird detailliert mit einem Bild pro Arbeitsschritt beschrieben. Danach widmet sich das Buch der technischen Zubereitung der Speisen. So werden benötigte Küchengeräte vorgestellt und auf die unterschiedlichen Schneidetechniken eingegangen. Da es in der japanischen Kochkunst aber nicht nur um Geschmack, sondern auch ganz besonders um das Aussehen der Gerichte geht, widmet sich das folgende Kapitel dem Geschirr, der Garnierung und der Dekoration im Wechsel der Jahreszeiten.

Nach der ausführlichen Einleitung beginnen dann die Rezepte. Dabei sind es keine sturen Rezepte wie es bei europäischen Gerichten meist der Fall ist, sondern es wird vielmehr die angewandte Technik beschrieben und nebendran findet man die möglichen Zutaten, die neben dem Reis noch genutzt werden können. Was man dann im Endeffekt daraus auswählt, bleibt ganz dem Geschmack des Kochs überlassen. Vorgestellt werden unter anderem verschiedene Arten von Sashimi, geformte, gerollte und gepresste Sushi und unterschiedliche Sushi-Variationen. Dazu gibt es Rezepte für Brühen, Saucen und Dipps und bei den Sushi-Kapiteln gibt es immer noch Beilagenrezepte dazu. Das Ende des Buches bildet ein Kapitel über die Anrichtung des Sushi.

Wie bereits erwähnt ist es kein typisches Kochbuch mit genauen Instruktionen von A bis Z, sondern nur eine Erklärung der Technik und die genauen Zutaten und deren Menge muss man selbst bestimmen. Dafür wird man allerdings zu Beginn des Buches als Leser und Sushi-Anfänger an die Hand genommen und lernt Schritt für Schritt die Kultur, die Technik und die Dekoration kennen. Natürlich werden die ersten Versuche schwer und sie werden vermutlich nicht bei jedem so aussehen, wie es in diesem Buch auf Fotografien dargestellt ist, aber Übung macht den Sushi-Meister und nach und nach wird man sicherer und schneller in der Küche ein schönes Resultat hervorbringen. Die einzelnen Sushi-Arten sind auch gestaffelt, so dass man mit einfachem Sushi einer Art beginnt und sich dann Stück für Stück steigern kann.

Die Beschreibungen sind sehr gut und auf ihre Art ausführlich. Dazu helfen viele qualitativ hervorragende Fotografien, einen Einblick in die japanische Kultur und auf den japanischen Essenstisch zu bekommen. Einfach ein geniales Buch, das man unbedingt kaufen sollte, wenn man darüber nachdenkt, auch selbst einmal Sushi zu machen.

Vera Schott



Hardcover | Erschienen: 1. September 2006 | ISBN: 9783625113263 | Preis: 7,95 Euro | 160 Seiten | Sprache: Deutsch

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