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 Die Originale, Folge 4: Onkel Toms Hütte


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton


Vor etwa 120 Jahren war es in den Südstaaten von Amerika üblich, dass die wohlhabenden weißen Farmer afroamerikanische Sklaven besaßen, die sie kaufen und verkaufen konnten. Auch Mister Shelby, ein reicher Plantagenbesitzer, hat mehrere Sklaven, unter anderem Tom, der von allen Onkel Tom genannt wird. Mister Shelby behandelt seine Sklaven sehr gut und so beruhigt Onkel Tom die anderen, dass sein Master keine Geschäfte mit dem korrupten Sklavenhändler aus dem Süden machen würde, der im Herrenhaus zu Besuch war.

Doch der Sklavenhändler hat Mister Shelby in seiner Hand, da er einige Wechseleinlöse des Plantagenbesitzers besitzt. So hat Mister Shelby keine andere Wahl: Er muss Onkel Tom zusammen mit einem Sklavenjungen verkaufen, um seine Plantage zu retten. Am nächsten Morgen möchte der Sklavenhändler wieder kommen, um die Sklaven abzuholen. Doch die Mutter des Sklavenjungen hat von den Neuigkeiten erfahren und flieht zusammen mit ihrem Sohn. Trotz einer großen Verfolgung, schaffen die beiden es mit einer riskanten Flucht in die Freiheit. Mister Shelby ist erleichtert darüber, auch wenn der Sklavenhändler nun schimpft und flucht.

So muss nur Onkel Tom die Farm verlassen. Doch er schafft es, dem Sklavenhändler deutlich zu machen, dass er nicht fliehen werde und treu sei, so dass er auf der Reise nicht gefesselt wird und sich frei bewegen darf. Auf dem Sklavenschiff wird ein junges, neugieriges Mädchen auf Onkel Tom aufmerksam und die beiden unterhalten sich oft. Sie überredet ihren Vater, Onkel Tom zu kaufen. Wird Onkel Tom jemals zurück zu seiner Familie, die bei Mister Shelby lebt, gelangen?

"Onkel Toms Hütte" ist die vierte Folge der Hörspielreihe "Die Originale". In dieser Reihe hat sich der Verlag Europa viele Klassiker vorgenommen, auf deren Grundlage Hörspiele produziert wurden, die sowohl junge Hörer mit den alten Geschichten bekannt machen, als auch ältere Zuhörer an ihre Kindergeschichten erinnern sollen. Die Klassiker dieser Reihe sind besonders schön aufgemacht. Die CDs besitzen eine Vinyloptik wie alte Schallplatten und die Cover sind mit wundervollen Bildern verziert.

Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und zeigt die Missstände auf, die noch vor wenigen Jahrzehnten in Amerika herrschten. Dabei geht es aber nicht um Aufstand oder ähnliches, sondern um einen christlichen Sklaven, der aus seinem Leben das Beste für seine Mitmenschen macht. Er ist seinem Besitzer treu, trinkt nicht und kümmert sich um seine Mitmenschen. Er würde sich sogar für andere opfern bevor er ihnen Schmerzen zufügen müsste. Onkel Tom beschwert sich kein einziges Mal in diesem Hörspiel über seine Lage, auch wenn die Trennung von seiner Familie ihn sehr schmerzt.

Die Sprecher schaffen es, das Hörspiel zu einem wahren Feuerwerk der Gefühle zu machen. Sie geben den Charakteren nicht nur ihre Stimmen, sondern auch eine Seele. Man hat beim Zuhören das Gefühl, zusammen mit Onkel Tom auf die Reise zu gehen. Dabei werden sie von einer sanften, passenden Hintergrundmusik unterstützt.

Fazit:
Ein Hörspiel, das einem beim Zuhören die Tränen vor Rührung in die Augen treibt. Eine hervorragende Produktion.

Vera Schott



CD | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 1. Mai 2005 | Laufzeit: 40 Minuten | Preis: 6,99 Euro

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