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 Die Originale, Folge 5: Meuterei auf der Bounty


Cover
Gesamt ++---
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton


Im Jahr 1787 brach die "Bounty", der berühmte Dreimaster der britischen Admiralität, unter der Führung des Leutnants William Bligh auf, um Stecklinge und Brotfruchtbäume von Tahiti zu holen. Auf dem Rückweg von Tahiti gab es eine Meuterei gegen den Kapitän. Dies war die letzte Reise der Bounty und die berühmteste, denn seitdem regt die Meuterei viele Autoren und Regisseure an, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und von den Geschehnissen zu berichten. Bei diesem Hörspiel wird die Geschichte folgendermaßen berichtet:

Kapitän Bligh ist ein Mann, der vor Ehrgeiz blind geworden ist. Bevor er von einer Expedition erfolglos zurückkehrte, würde er eher seine ganze Mannschaft sterben lassen. Auf dem Weg nach Tahiti behandelt der Kapitän seine Mannschaft sehr ungerecht und lässt einzelne auspeitschen. Dazu kommt eine starke Rationierung der Essensvorräte und täglich stundenlange harte Arbeit. Der Kapitän versucht, eine Passage zu befahren, die zu der Jahreszeit dem Selbstmord gleichkommt.

Die Mannschaft des Schiffes ist dementsprechend aufgerieben und der Kapitän wird immer gröber. Doch dann schaffen sie es doch nach Tahiti. Das Misstrauen des Kapitäns seiner Mannschaft gegenüber führt allerdings zu weiteren Unstimmigkeiten. Nach ihren Abenteuern in Tahiti bekommt der Kapitän mit einem seiner Offiziere einen Streit und dieser zettelt die Meute gegen den Kapitän an. Wie wird der Rest der Mannschaft reagieren und welche Konsequenzen bringt die Meuterei den verschiedenen Parteien?

"Meuterei auf der Bounty" ist die fünfte Folge der Hörspielreihe "Die Originale". In dieser Reihe hat sich der Verlag Europa viele Klassiker vorgenommen, auf deren Grundlage Hörspiele produziert wurden, die sowohl junge Hörer mit den alten Geschichten bekannt machen, als auch ältere Zuhörer an ihre Kindergeschichten erinnern sollen. Die Klassiker dieser Reihe sind besonders schön aufgemacht. Die CDs besitzen eine Vinyloptik wie alte Schallplatten und die Cover sind mit wundervollen Bildern verziert.

Wenn man dieses Hörspiel gehört hat, muss man als Erstes eine Warnung aussprechen: Dieses Hörspiel ist so brutal, dass es sich nicht für Kinder eignet. Auf der CD findet man zwar keinen Warnhinweis deswegen, doch sollten Kinder nicht mit Peitschen, Mord und Totschlag belastet werden.

Leider muss man sagen, dass die Geschichte auch nicht viel mehr zu bieten hat als Brutalität. Zu Beginn denkt man noch, dass der so übel dargestellte Kapitän abgelöst wird und eine friedliche Lösung an seine Stelle tritt, doch davon wird man ebenfalls enttäuscht. Das Hörspiel ist ein reines Zeugnis an Misstrauen, Mord und Totschlag.

Auf der CD-Hülle steht, dass das Hörspiel auf Tatsachenberichten aufbaut, allerdings muss man auch hier sagen, dass es unterschiedliche Meinungen zum tatsächlichen Vorgang im Jahre 1787 gibt. Zwar wird es in vielen Romanen und Filmen so dargestellt, als sei der Kapitän brutal und gewaltverherrlichend gewesen, doch gibt es durchaus auch Berichte, die das Gegenteil behaupten. Inwiefern sich daher das Hörspiel an den tatsächlichen Begebenheiten orientiert ist fraghaft.

Fazit:
Ein vor Brutalität triefendes Hörspiel. Die Sprecher und die Hintergrundmusik verstärken diesen Eindruck. Kinder sollte man diese CD niemals geben, aber sie werden auch nichts verpassen, denn auch für Erwachsene ist das Hörspiel nicht ansprechend.

Vera Schott



CD | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 01. Mai 2005 | ISBN: 3865360467 | Laufzeit: 35 Minuten | Preis: 6,99 Euro

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