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 Die Originale, Folge 48: Dracula

Jagd der Vampire


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton


1897 schrieb Bram Stoker seinen Roman "Dracula" mit der gleichnamigen Hauptfigur als Vampirgraf. Sein Roman bildete die Vorlage für dutzende Verfilmungen und neue Vampirgeschichten. Dabei kann kaum eine andere Vampirgeschichte diesem Klassiker das Wasser reichen und Dracula ist wohl der bis heute bekannteste Vampirroman der Welt.

Der Rechtsanwalt Jonathan Harker reist von London nach Transsylvanien mit dem Auftrag seines Chefs, einen Brief an Graf Dracula zu überbringen. Einen Tag bevor er auf seinem Weg die letzte Etape mit der Postkutsche antritt, versucht eine Frau ihn davon zu überzeugen, dass er nicht zum Anwesen des Grafen aufbrechen darf. Doch er muss aufgrund seiner Verpflichtung und seines Ehrgefühls dorthin reisen und die Frau gibt ihm weinend einen Rosenkranz und ein Kreuz. Harker weiß, dass die Menschen in Transsylvanien sehr abergläubisch sind, und macht sich keine weiteren Gedanken. Auf dem Weg mit der Postkutsche allerdings bekommt er einige Worte seiner Mitreisenden mit, die ihn beunruhigen. Und auch der seltsame, zunehmende Nebel gibt ihm zu denken. Als er an der Station ankommt, an der er aussteigen soll, nimmt ihn ein schwarz gekleideter, seltsam aussehender Mann in Empfang, der mit einem Blick in die Kutsche dafür sorgt, dass alle anderen Reisenden sich hastig bekreuzigen. Doch Harker hat keine andere Chance, als mit ihm zu fahren. Dabei ist die Fahrt zu dem Schloss sehr kurios. Lichter scheinen durch den schwarz gekleideten Mann hindurch, er vertreibt Wölfe allein mit seinen Befehlen und ähnliches. Harker wird es ganz mulmig, doch er muss zu Graf Dracula, da dieser mit ihm ein Geschäft zu besprechen hat - der Graf möchte ein Haus in London kaufen.

"Dracula" ist die 48. Folge der Hörspielreihe "Die Originale". In dieser Reihe hat sich der Verlag Europa viele Klassiker vorgenommen, auf deren Grundlage Hörspiele produziert wurden, die sowohl junge Hörer mit den alten Geschichten bekannt machen als auch ältere Zuhörer an ihre Kindergeschichten erinnern sollen. Die Klassiker dieser Reihe sind besonders schön aufgemacht. Die CDs besitzen eine Vinyloptik wie alte Schallplatten und die Cover sind mit wundervollen Bildern verziert.

Bram Stokers Dracula lehrt dem Zuhörer das Fürchten auf eine klassische Art und Weise. Dabei geht es nicht wie in neueren Horrorfilmen oder -büchern darum, wer das meiste Blut auf brutalste Art und Weise verliert, sondern der Tod wird im Vergleich zu Kettensägenmassakern und anderen Verstümmelungen mit einer fast schon eleganten Art behandelt. Das lässt dem Hörer das Blut in den Adern gefrieren und sorgt dafür, dass man auf der einen Seite am liebsten ängstlich die Geschichte unterbrechen würde, es auf der anderen Seite aber gar nicht kann, da man ansonsten nicht ruhig schlafen könnte in der folgenden Nacht.

Die Sprecher geben ihr Bestes, die Geschichte noch gruseliger zu machen. Sie geben den Vampiren einen ganz anderen Tonfall als den Menschen und unterscheiden doch sprachlich auch diese beiden Gruppen noch einmal voneinander. Durch die Stimmen der Vampire und die düstere, zu der Geschichte sehr gut passende Hintergrundmusik wird das Hörspiel noch gruseliger und unterhaltsamer. Gruselfreunde werden es lieben!

Vera Schott



CD | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 01. September 2007 | ISBN: 9783866294424 | Laufzeit: 47 Minuten | Preis: 6,99 Euro

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