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 Beowulf: Spiel zum Film


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Spielregel
Strategie


Das üble Monster Grendel verwüstet das Königreich Herot und die Reihen der tapferen Krieger werden Nacht für Nacht dezimiert, so dass keine Hoffnung mehr in Sicht ist. Dann jedoch taucht der tapfere Beowulf auf und stellt sich dem Kampf, nicht nur gegen Grendel, sondern auch gegen dessen Mutter und den grausamen Goldenen Drachen. Soweit die Legende.

In dem gleichnamigen Spiel "Beowulf: Das Spiel zum Film" geht es nicht darum, tapfere Heldentaten zu vollbringen, sondern eher darum, wer die großartigste Version dieses Heldenepos erzählen kann. Aus diesem Grund schlüpfen die Spieler in die Rolle von Skalden, die untereinander um die meisten Sagen-Punkte konkurrieren.

Diese Schlacht wird ausgetragen auf einem Spielbrett, das drei einzelne Kapitel abbildet. Jeder der drei Spielabschnitte wird für sich gewertet und wer am Ende insgesamt die meisten Punkte besitzt, gewinnt das Spiel. Zum Spielen bekommt jeder Figuren, die unterschiedliche Wertungen besitzen. Diese muss man strategisch auf dem Spielplan verteilen. Pro Zug kann man eine Figur aufstellen. Statt eine Figur zu setzen, gibt es jedoch noch eine viel wichtigere Aktion.

Die Spieler können, wenn sie an der Reihe sind, eines der Spielplättchen aus dem Vorrat ziehen. Von den Plättchen, die sie dann auf der Hand haben, bestimmen sie, welches sie an welchen Ort des Spielplans legen. Dies darf nur auf unbesetzten Feldern geschehen. Diese Plättchen besitzen unterschiedliche Wertungen, teilweise positiver und teilweise negativer Art, die den Figuren "zugute" kommen, die mit ihnen in der gleichen Reihe oder Spalte stehen. Ebenso gibt es Sonderplättchen, mit denen man andere austauschen, Zusatzpunkte gewinnen, Punkte verdoppeln oder zunichte machen kann.

"Beowulf: Das Spiel zum Film" hat sich zum Ziel gesetzt, ein wenig auf der Welle des Erfolges des Kinofilms mit zu schwimmen. Durch seine Gestaltung gelingt ihm dies jedoch kaum. Das bisschen drum herum erzählen in der Spielanleitung und ein paar nette Bildchen machen alleine kein "Beowulf"-Spiel. Was bleibt ist ein recht nettes und spannendes Strategiespiel, bei dem es darum geht, Vorteile zu nutzen, geschickt seine Karten zu legen und dem Spielgegner durch unvorhergesehene Züge Punkte abzunehmen um selbst zu gewinnen. Aber von der Saga, von Beowulf, ist da keine Spur, da sind die Zeichnungen lediglich nette Kosmetik.

Ein nettes und unterhaltsames Brettspiel, das durch die taktischen Variationen viel Unterhaltung und Spannung bietet. Das aber hat mit dem, was dem Käufer versprochen wird, relativ wenig zu tun, weshalb man sich als Kunde schon veralbert fühlen könnte.

Daniela Hanisch



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