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 Die Schiffbrüchigen von Ythaq, Band 4: Khengis Schatten


Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Granit, Narvath und Callista sind auf der Suche nach den Überresten des abgestürzten Raumkreuzers Kometenstaub in die gefährliche Eisregion Ythaqs gereist. Sie ahnen nicht, dass der sich als Händler ausgebende Khengis, der sie vor wenigen Tagen in der Feng-Stadt aufgesucht hat, den zentralen Komplex der Kometenstaub belagert. Er steht kurz vor der Eroberung des Raumschiffs, als sich die Gefährten der Region südlich des Vulkans, an dessen Südflanke die Kometenstaub liegt, nähern.
Doch die Kälte macht den Flugschmetterlingen ein Weiterkommen unmöglich. Sie müssen notlanden und den Weg zu Fuß fortsetzen. Urplötzlich werden sie von einer Gruppe bärenartiger Wesen umstellt und in deren Behausungen gebracht. Die furchtbare Kälte, die Granit, Narvath, dem Feng Tao, Callista und dem Banfoo Krurgor furchtbar zusetzt, scheint den Fremden nichts auszumachen.
Zu allem Überfluss nähert sich auch noch Kenghis mit seinen Meuchelmördern und Drachen der Gruppe.

Wer die ersten drei Bände der Serie "Die Schiffbrüchigen von Ythaq" von Adrien Floch und Christophe Arleston als aufregend, komplex und grafisch herausragend einschätzte, wird vom vierten Teil des Fantasy- und Science-Fiction-Märchens begeistert sein.
Bereits die Eingangssequenz, die das Schicksal der Kommando- und Antriebseinheit des Weltraumkreuzers Sternenstaub nacherzählt, ist vom Feinsten. Edel gestaltete, schwarz abgesetzte Seiten verdeutlichen den Zeitsprung zurück an den Anfang der im ersten Band beginnenden Ereignisse. Diesmal erlebt der Betrachter mit, wie sich die Kommandantin und ihr Major durchschlagen und was sie in den ersten Wochen auf Ythaq erlebt haben, ehe die Handlung wieder auf Granit, Narvath, Callista und die Einheimischen Tao und Krurgor umschwenkt.
Dabei wird ein solches Feuerwerk an Actionsequenzen abgebrannt, das dem Leser fast schwindelig wird. Jede Person scheint ein Geheimnis zu verbergen, nicht ist so wie es scheint, keine auch nur noch so geringe Ahnung kommt auf, wohin die Geschichte sich entwickelt. Teilweise glaubt man sich in einem Horrorfilm, dann wieder in einem reinen Fantasy-Märchen, das nicht mit Humor und skurrilen Kreaturen geizt. Selten wird die Geschichte zu reiner Science-Fiction. Und wenn, verbergen die Autoren dieses einmaligen Abenteuer-Comics geschickt, welche Bedeutung diesen Szenen zukommt.
Vor allem die letzten beiden Seiten des vierten Bandes sind eine solche Überraschung, dass man entsetzt versucht herauszufinden, wann der fünfte Band erscheint oder ob er bereits erschienen ist. Den französischsprachigen Lesern fällt ein Stein vom Herzen - sie können bereits seit Ende 2007 Band Fünf erstehen, deutsche Leser müssen noch Geduld aufbringen.

Selten hat eine Comic-Serie solch einen komplexen, undurchschaubaren Handlungsverlauf. Nur dank der glänzenden grafischen Umsetzung und der inneren Logik der Ereignisse wird es nicht zuviel des Guten. Immer hat man das Gefühl, eine reale Geschichte in einer wundervoll vielseitigen Welt zu erleben, die sich dem Leser erst nach und nach erschließt.

Band Vier ist ein weiteres Highlight des Duos Floch/Arleston. Der Suchtfaktor ist erheblich und kaum ein Leser wird sich nach vier Folgen von "Die Schiffbrüchigen von Ythaq" verabschieden.

Stefan Erlemann



Hardcover | Erschienen: 01. Oktober 2007 | ISBN: 9783939823070 | Originaltitel: L`ombre de Khengis | Preis: 13,80 Euro | 56 Seiten | Sprache: Deutsch

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