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 Die Gilde, Band 1: Astraban

Serie: Die Gilde, Band 1
Autoren: Oscar Martin
Illustratoren: Miroslav Dragan
Verlag: Egmont Manga & Anime

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Astraban ist ein Schüler der Alchemie. Welch ein Glück, denn als er betrunken durch die Straßen wankt, sieht er eine junge Frau, die von einer Gruppe finsterer Gesellen verfolgt wird. Mit magischen Extrakten und Zaubertränken eilt er ihr zur Hilfe und kann ihre Ermordung verhindern. Doch nun ist auch er auf der Liste der Verfolger gelandet und sieht sich bereits am nächsten Morgen der Klinge eines Schwertes gegenüber. Nur mit Glück gelingt es ihm, zu entkommen. Einige Hausbewohner haben jedoch bereits mit dem Leben bezahlen müssen. Erst als ein Unbekannter ihn vor einem Mörder rettet, der ihn hinterrücks anfallen wollte, kehrt langsam wieder Ruhe in sein Leben ein. Er ist bei Meister Braezel gelandet, der das Vorgehen in der Stadt kontrolliert. Er erklärt Astraban, dass es niemand geringeres als seine Tochter war, die er vor der Ermordung gerettet hat.

Braezel will Astraban auf seine Seite ziehen und ihn davon überzeugen, ihm im Kampf gegen Lord Melkiot zur Seite zu stehen. Der Alchemistenschüler willigt nur zu gerne ein, ist er doch in die schöne Tochter verliebt und glaubt zudem, dass Melkiot für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist. Doch sind die Dinge wirklich so, wie sie scheinen? Wird Astraban seine Liebe finden und Rache nehmen können?

"Astraban" ist der erste Teil der Comic-Reihe "Die Gilde" von Oscar Martin und Miroslav Dragan. Eigentlich handelt es sich um eine recht typische Mittelalter-Szenerie, doch etwas ist anders: Die Charaktere sind Hunde, Ratten, Löwen, Bären, Schweine und andere Tiere. Zwar ist ihr Körperbau absolut menschlich, die Köpfe jedoch sind allesamt animalisch. Die Protagonisten sind Hunde, die Widersacher Ratten. Somit sind die Rollen klar verteilt und man erkennt sofort, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Jedenfalls meint man, es zu erkennen? Die außergewöhnliche Wahl des Äußeren der Figuren gibt dem Zeichner vielfältige Möglichkeiten in der Umsetzung der Mimik. Eine Zähne fletschende Ratte oder ein traurig schauender Hund mit hängenden Ohren wirkt viel intensiver als ein "normaler" menschlicher Kopf. Die Kollorierung macht den Comic zusätzlich zu einem optischen Vergnügen. Zeichnerisch ist "Die Gilde" von wirklich guter Qualität.

Doch auch die Geschichte selbst weiß ihre Leser zu fesseln. Zwar fungiert Astraban zu Anfang nur als Spielball zwischen den Fronten, doch im Laufe der Zeit entwickelt er durch seine Trauer und den Hass, den Braezel zusätzlich schürt, immer mehr Kraft. Der Leser befindet uns mitten in einer Fehde zwischen zwei mächtigen Männern, die mithilfe ihres Gefolges versuchen, sich gegenseitig auszustechen. Dabei geht es durchaus blutig zu. Wurfsterne finden ihr Ziel, Schwerter bohren sich durch Körper, Verurteilte werden erhängt und Handlanger werden von Wagen überrollt. Ein zu zartes Gemüt sollte man nicht haben, wenn man diesen Comic liest. Denn auch wenn die tierischen Figuren auf den ersten Blick an eine zarte Disney-Geschichte erinnern, steckt viel mehr zwischen den Buchdeckeln. Das offene Ende lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen.

Bine Endruteit



Softcover | Erschienen: 01. September 2007 | ISBN: 9783770431304 | Preis: 9,00 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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