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 Das Blut der Templer


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
David ist bei einem Mönch aufgewachsen. Er weiß nur, dass er vor der Tür des Klosters gefunden wurde und hat keine Ahnung, wer seine Eltern sind. Sein Leben verläuft eher ereignislos und auf dem Internat ist er nicht unbedingt bei allen Schülern beliebt und wird oft gehänselt. Doch eines Tages wird er richtig wütend, weil das Mädchen Stella von ihrem Freund geschlagen wird. Voller Wucht schlägt er ihm seinerseits ins Gesicht und bricht ihm dabei sogar den Unterkiefer. Er selbst trägt nur eine leichte Schramme an der Stirn davon. Verwunderlich sind an der ganzen Sache gleich zwei Dinge. Zum einen, welche Kraft scheinbar in David steckt, und zum anderen, wie seine Platzwunde so schnell verheilen kann. Schon nach einigen Stunden ist sie so gut wie verschwunden. Da hätte er sich den Arztbesuch auch sparen können. Und genau der wird ihm nun auch noch zum Verhängnis, denn die "Prieuré de Sion", eine Bruderschaft auf der Suche nach dem Heiligen Gral, haben ihn nun ausfindig machen können. Sie holen ihn zu sich und zeigen ihm nicht nur, dass er quasi unverwundbar ist, er findet unter ihnen auch seine Mutter wieder.

David kennt die Geschichte des Grals, doch erst jetzt wird ihm die wahre Bedeutung klar. Er trägt das Sangreal in sich, das Blut des Grals, wodurch er so stark und unverwundbar ist. Doch er weiß auch, dass es zwei Gruppen gibt, die den Gral finden wollen. Die Templer sind also seine Feinde, das jedenfalls erzählen ihm die "Prieuré de Sion". Aber kann er ihnen wirklich trauen?

"Das Blut der Templer" ist der Comic zur gleichnamigen Romanvorlage von Wolfgang Hohlbein und dem Fernsehmehrteiler. Nun hat die Story also auch ihren Weg in die Welt der gezeichneten Bilder gefunden. Michael Vogt und Simon Eckert haben sich des Stoffs angenommen und ihn völlig neu arrangiert. Das Vorhaben ist recht gut gelungen, auch wenn man zeichnerisch stellenweise etwas mehr erwartet hätte. Manchmal wirken die Gesichter leicht deformiert oder nicht detailreich genug ausgearbeitet. Generell hat man sich hier eher auf klare Linien beschränkt und nicht zu viele Schnörkel angebracht.

Als Leser begleiten wir David auf einer Reise, bei der er nicht nur den Gral finden muss, sondern auch viel über sich selbst und seine Vergangenheit erfährt. Er gerät in einen Kampf zwischen den Templern und den "Prieuré de Sion". Beide sind auf der Suche nach dem Gral, aber während die Tempelritter seine Existenz geheim halten wollen, sind die Prieuré daran interessiert, seine Macht für sich zu beanspruchen. Da David nichts über seine Vergangenheit weiß, ist ihm zunächst auch nicht klar, auf welcher Seite er kämpfen soll und was für ihn das Richtige ist. Im Laufe der Zeit sollen sich aber all diese Fragen klären.

Hohlbeins Geschichte ist ein Mystery-Thriller, der sich prima für Zwischendurch eignet. Wer den Autor kennt, wird aber wissen, dass die Entwicklung der Handlung nicht unbedingt überraschend ist. Schnell wird klar, wer die Guten und wer die Bösen sind. Facetten gibt es keine. Dadurch geht natürlich ein Teil der Spannung verloren.

Somit ist "Das Blut der Templer" ein eher durchschnittlicher Comic. Wenn man allerdings keinen besonderen Tiefgang erwartet, kann man sich trotzdem auf eine gute Lektüre zum Kaffee freuen.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 1. Dezember 2007 | ISBN: 9783770431137 | Preis: 18,00 Euro | 104 Seiten | Sprache: Deutsch

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