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 Detektiv Conan, Band 53: Detektiv Conan Band 53


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Das herrliche gelegene Anwesen des berühmten Malers Takeyori Oikawa wird von wahren Reporter-Massen belagert. Auch die Polizei hat das einsam in den Bergen gelegene Holzhaus, das auf riesigen Stützen eine tiefe Schlucht halb überragt, umstellt. Denn niemand geringeres als der geheimnisvolle "Kaito Kid", Meisterdieb und Magier seiner Kunst, hat sich angekündigt. Er will das vierte Werk des Künstlers, das am Abend der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, stehlen. Auch Kogoro Mori und Conan sind eingeladen. Sie sollen den Diebstahl verhindern. Doch nicht nur das Bild verschwindet, auch ein Mord geschieht.

Es regnet in Strömen. Die Kinder sind traurig, haben sie sich doch auf Völkerball gefreut. Doch Fräulein Kobayashi hat sich etwas Besonderes ausgedacht. Sie hinterlässt der Schulklasse einen geheimnisvollen Brief und verschwindet. Nun versuchen Conan und seine Freunde, die "Entführung" der Lehrerin aufzuklären.

Ein kleiner Junge kommt mit seinem Vater in die Detektei Mori. Der Kleine behauptet, einen Mord beobachtet zu haben. Der berühmte Sänger Roku Itagaki wäre von einem Unbekannten erschlagen und von einer Brücke in den Fluss geworfen worden. Doch die Hinweise des Jungen auf den Tatort sind spärlich. So machen sich Ran, Kogoro, Conan und der Junge auf den Weg, um die Wahrheit herauszufinden.

Wenn man Fall Eins Revue passieren lässt, hat man alle Ingredienzien, die Gosho Aoyama und seine Endlos-Serie "Detektiv Conan" zu einem Erfolg ohnegleichen gemacht haben.
Ein äußerst malerischer Schauplatz, der vom Zeichner perfekt in Szene gesetzt wird, Vorkommnisse, deren Ursachen in der Vergangenheit verborgen scheinen, Polizisten, die sich dumm und trottelig anstellen, ein kleiner Junge, der einfach nur cleverer ist als alle anderen und der große Unbekannte, der zusätzlich für Spannung sorgt. Gepaart mit dem üblichen grotesk-komischen Witz des Autors und seiner sehr deutlich zutage tretenden Moralvorstellung betreffs Schuld und Sühne.
Mit einem Wort: Perfekt. Dieser Fall ist ein Ereignis, dass den Kauf dieses dreiundfünfzigsten Bandes erzwingt.

Leider folgt ein banaler, kaum lustiger und dazu noch langweiliger Mini-Kriminalfall. Wer will lesen, wie Schulkinder ein Rätsel lösen und herausfinden, in welchem Raum sich ihre Lehrerin versteckt hat? Niemand.

Auch Fall Drei ist nicht gelungen. Zwar bemüht sich Gosho Aoyama redlich, ein Rätsel zu konstruieren, doch allzu hanebüchene, unlogische Einfälle trüben das Bild. Wenn jeder Fan seinen angehimmelten Star umbringen würde, der vom Independent zum Mainstream wechselt, um Geld zu verdienen, gäbe es wohl keine Stars mehr und die Gefängnisse würden überquellen.

Ein typischer "später Aoyama". Nach dreiundfünfzig Folgen hat man das Gefühl, dass der Serie der Pepp, die Ideen und die innovativen Storys ausgehen. Da ist es schon ein Highlight, wenn wie in diesem Manga ein Fall zum Kauf reizt. Der aber ist es unbedingt wert. Der Rest fällt unter "Kannste vergessen"!


Stefan Erlemann



Softcover | Erschienen: 01. Dezember 2007 | ISBN: 9783770468003 | Originaltitel: Meitantei Conan Vol. 53 | Preis: 5 Euro | 192 Seiten | Sprache: Deutsch

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