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 Ghost Rider: Ghost Rider Sonderband 2

Die Legende von Sleepy Hollow


Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Der Ghost Rider aka Johnny Blaze ist der Hölle entkommen - aber leider nicht nur er, sondern auch Luzifer höchstpersönlich. Der Teufel treibt nun, aufgeteilt in 666 Fragmente, sein Unwesen auf der Erde. Johnny Blaze wiederum ist ihm dicht auf den Fersen, und seine Jagd führt ihn nach Sleepy Hollow.

Wie der Titel "Die Legende von Sleepy Hollow" schon verspricht - alle vier Teile dieser Comicstory sind in diesem Sonderband vereint - weht ein Hauch der alten Legende von Sleepy Hollow durch diese Erzählung, allerdings wirklich nur ein Hauch. Zwar gibt es hier keinen kopflosen Reiter, der die Leute in Angst und Schrecken versetzt, aber tatsächlich terrorisiert jemand ein verschlafenes kleines Kaff in der Nähe von Illinois und hinterlässt dabei einen blutigen Pfad aus abgeschlagenen Köpfen.
Ein Schuldiger scheint schnell gefunden, als Johnny Blaze in der Stadt auftaucht - der resolute Sheriff hält ihn prompt für den Hauptverdächtigen. Doch bald stellt sich heraus, dass der wahre Schurke Jack O?Lantern ist - oder vielmehr Satan, der sich den Kürbiskopf als Inkarnation ausgesucht hat. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten bilden nun Sheriff O?Connor und Johnny Blaze eine Allianz gegen die teuflische Bedrohung ...

An diesem bei Panini erschienenen Comic-Sonderband scheiden sich wohl die Geister: Grafisch hat Ghost Rider Zwei wirklich einiges zu bieten und überzeugt sowohl durch die Zeichnungen als auch durch die satten Farben und die hochwertige Umsetzung, die zusammen eine schaurig-schöne Atmosphäre auf knapp einhundert Seiten erzeugen. Zu verdanken ist dies den Zeichnern Mark Texeira und Javier Saltares; die Kolorierung wurde von Dan Brown vorgenommen. Die Story selbst ist allerdings ein wenig mau und bedient sich vieler Stereotypen, wie man sie in Comics zwar erwartet, aber sich nicht unbedingt wünscht; hier hat Autor Daniel Way einiges an Potential verschenkt. Zwar gibt es Spannung und viel brutale Comic-Action, doch wirkt alles ein wenig flüchtig und gerade in den spärlichen Dialogen unzusammenhängend, so dass der Sammelband dann doch nicht ganz überzeugen kann.

Eingefleischte Fans des Ghost Rider werden mit dieser Umsetzung wohl auf jeden Fall zufrieden sein, insgesamt bietet der Sonderband aber storymäßig nichts wirklich Neues oder Originelles. Die grafische Umsetzung der Geschichte ist allerdings topp - düster, atmosphärisch dicht und lebendig!

Christina Liebeck



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