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 Der Clan der Otori, Folge 3: Der Glanz des Mondes


Cover
Gesamt ++++-
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
Die Trilogie um den Otoriclan geht in die letzte Runde. Takeo und Kaede haben es endlich geschafft und sich dem Stamm widersetzt, um heimlich zu heiraten. Doch damit haben sie gegen den Willen der Clans gehandelt und diese machen sich bereits kampfbereit gegen Takeo, denn die Stämme wollen nichts sehnlicher als seinen Kopf. Als vier Reiter dem Paar den Kopf seines alten Lehrmeisters bringen, werden die feindlichen Reiter von den Bauern des umliegenden Ortes umgebracht. Kurze Zeit später erscheint ein Ausgestoßener, der Takeo bereits in den ersten beiden Bänden der Serie begleitet hat, und bringt ihm Kunde davon, dass alle Straßen besetzt sind und die Otorilords nur darauf warten, ihn hinterrücks umbringen zu können.

Daraufhin entschließt Takeo mit seiner unerfahrenen Armee, welche hauptsächlich aus Bauern besteht, durch das Gebirge zu gehen, das immer noch von Schnee bedeckt ist. Obwohl es ein schwieriger und gefährlicher Weg ist, marschieren sie nur kurze Zeit später los und überqueren das Gebirge. Alles geht gut und die Männer können aufatmen, da sowohl sie als auch die Pferde, Packtiere und die wenigen Frauen, die sie begleiteten, heil über das Gebirge gelangt sind. Doch dann sitzen sie in der Falle, denn der Fluss, den sie überqueren müssen, um nicht die Straße zu benutzen und hinterrücks von den Otori-Kriegern überrascht zu werden, hat Hochwasser und die Brücke ist abgerissen.

Doch dann tauchen die Ausgestoßenen wieder auf und helfen Takeo, indem sie eine schwimmende Brücke über den Fluss bauen. Takeo wechselt als erster das Ufer, um die Brücke am anderen Ende festzumachen, und erkundet dann den Wald auf der anderen Seite. Dort trifft er auf einen Riesen, der ihm den Weg versperrt und ihn nicht hindurchlässt. Der Kampf beginnt, doch wird Takeo es ohne seine Männer schaffen, den Riesen zu besiegen? Wie geht es weiter im Kampf mit den Otorilords? Und kann die Liebe zwischen Takeo und Kaede bestehen?

Das vorliegende Hörbuch ist der dritte und damit finale Teil der Trilogie "Der Clan der Otori". Die Bücher stammen von Lian Hearn und sind im Laufe der letzten Jahre bei Carlsen erschienen. Dabei entspinnt die Autorin auf dem Papier eine Welt zwischen Realität und Fantasie. Sie verbindet Eigenschaften der asiatischen Mentalität mit irrealen Wesen, welche jedoch geschickt in ihre Geschichte eingefügt sind. So schafft die Autorin es, den Leser in ihren Bann zu ziehen und zu faszinieren. Jedoch muss man auch sagen, dass gerade der dritte Band teils zu etwas zu gehäufter Kampfdarstellung neigt. So reitet Takeo eigentlich nur noch von Kampf zu Kampf, sodass man sich fragt, ob er sein Schwert überhaupt einmal aus der Hand legt.

Bei dem Verlag Hörbuch Hamburg wurden die drei Bücher der Serie vertont und so gibt es mittlerweile auch den dritten Band der Serie als Hörbuch, gelesen von Marlen Diekhoff und August Diehl. Dabei hat man am Anfang erst das Gefühl, dass nur August Diehl spricht, doch die Vorleser wurden geschickt auf die einzelnen Personen des Buches verteilt. So spricht August Diehl mit seiner klaren, charakterstarken Sprache immer, wenn es um Takeo und seine Reise geht, und Marlen Diekhoff berichtet von Kaede und ihrem Schicksal. Jedoch verblasst ihre Stimme neben Diehls Stimme etwas, da sie zwar auch ihren eigenen Charme hat, jedoch bei weitem nicht an seine sehr charakterstarke und melodische Stimme herankommt, die das Hören zu einem großen Vergnügen macht.

Der dritte Teil der Serie ist so gelesen, dass man ihn auch versteht, ohne die ersten beiden Bände gelesen beziehungsweise gehört zu haben. Man erfährt nach und nach alle wichtigen Dinge, die in den ersten beiden Bänden passiert sind, und kann die Geschichte trotzdem genießen, ohne sich anstrengen zu müssen, um den Faden nicht zu verlieren. Problematisch hingegen ist es mit den Namen der Figuren. Dadurch, dass es in erster Linie asiatische Namen sind, haben die meisten den gleichen Klang und es kann dem ungewohnten westlichen Ohr doch schwerer fallen, die Personen auseinanderzuhalten. Doch im Laufe der acht CDs gewöhnt man sich an den Klang und kann nach und nach die unterschiedlichen Personen voneinander unterscheiden.

Vera Schott



CD | CD-Anzahl: 8 | Erschienen: 1. September 2005 | Laufzeit: 570 Minuten | Originaltitel: Brilliance of the Moon | Preis: 39,90 Euro | Sprache: Deutsch

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