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 Moréa, Band 3: Das Feuer der Zeit

Morea, Band 3


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Auch ein tausendjähriger Drache wie Terkio ist nicht vor Überraschungen sicher. Als er kurz vor dem Dschungelcamp ist, wo Moreas gefangen gehalten wird, entkommen ihm die Engel. Sie starten mit einem Raumschiff in den Orbit und sind zunächst außerhalb der Reichweite des Einzelkämpfers.
Derweil streiten sich Lara Minellis, Gregor Nonce und Theo McMullen um die Leitung der DWC. Der international tätige Konzern mit Hauptsitz Havanna fällt automatisch in ihre Hände, wenn Morea nicht mehr unter den Lebenden weilt. Und da die USA Morea offiziell für tot erklärt hat, ist genau dieser Fall eingetreten. Nur Moreas Butler Jeeves und Theo McMullen glauben nicht an diese Verlautbarung. Doch ihnen sind die Hände gebunden. Sie können weder in den USA, die jedwedem minderwertigen Ausländer feindlich gegenüber eingestellt sind, noch im Orbit eingreifen. Nur Terkio stellt sich dieser Herausforderung. Er nimmt einen Minigleiter und einen Raumanzug und macht sich daran, Morea zu befreien.
Die jedoch erkennt, halb unter Drogen und kaum bei Bewusstsein, dass sie handeln muss. Die Engel, die sie in ihre Gewalt gebracht haben, schießen ihr wieder und wieder eine Kugel in den Kopf, um herauszufinden, warum, im Gegensatz zu ihnen, die Drachen unsterblich sind.

Teil Drei der Serie rund um die junge Morea beginnt mit einem absoluten Knalleffekt. Eine solch spannende, intensive Szene hat es in den ersten beiden Teilen nicht gegeben. Hier machen die Autoren Christophe Arleston und Dominique Latil alles richtig. Die Charaktere sind glaubhaft, der gnadenlose Kampf zwischen Engeln und Drachen erreicht einen ersten Höhepunkt. So spannend waren die ersten beiden Bände nicht, so stringent wurde die Geschichte nicht erzählt.
Es ist wirklich furios, wie Illustrator Thierry Labrosse in diesem Teil die Geschehnisse darstellt. Sowohl die Szenen in Kuba, im Raumschiff wie auf dem Mars sind brillant umgesetzt. Vor allem die unterschiedliche Farbgebung - hier zeichnet sich Didier Arpin verantwortlich - tragen dazu bei, die Schauplätze scharf voneinander abzugrenzen und der jeweiligen Handlung anzupassen.

Auch diesmal wird viel Fleisch gezeigt, jugendgefährdend sind jedoch eher die grausamen Szenen und die Härte des Kampfes, denn diese eher überflüssigen und kaum erotischen Nacktszenen. Eher dokumentieren sie eine gewisse Natürlichkeit und Normalität - so bewegt sich Morea eben, so läuft sie herum, so entsteigt sie ihren Kleidern. Voyeurismus jedenfalls sieht anders aus.

Etwas enttäuschend ist nur der Schluss dieses Abenteuers. Diesmal endet die Handlung zwar nicht mit einem Cliffhänger wie der zweite Band, doch so abrupt, so zufällig und unausgegoren muss es denn doch nicht sein. Fast hat man den Eindruck,, einige Seiten mehr hätte geholfen, waren aber im Konzept eben nicht drin.

"Das Feuer der Zeit" ist mit Abstand der bisher beste Band der Serie. So macht Morea Spaß, so kann die Serie weitergehen.

Stefan Erlemann



Hardcover | Erschienen: 01. März 2008 | ISBN: 9783939823926 | Originaltitel: Moréa: Le Feu du Temps | Preis: 12,80 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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