Rezension des Tages

CoverMorgenstern

Tschantscha Falkentochter kann gar nichts dafür, dass sie halt ein Mädchen ist. Ihre Eltern hatten aber einen Sohn gewollt und da war die Enttäuschung groß. Von ihrer Familie kann Falkentochter also kaum auf Liebe und Entgegenkommen hoffen, einzig Mian, die älteste ihrer vier Schwestern, hält eisern zu ihr. Freunde hat Falkentochter derweil in anderen Familien der Stadt gefunden. Da ist Sonnenjunge, der Sohn des Vereinigers Orion, und dessen Frau Ariina. Diese Leute aus dem Sonnenvolk sind für Falkentochter zu Ersatzeltern und Lehrern geworden. Weiterhin sind da Eridian, ein Fürst des Sternenvolkes, der ihr das Kämpfen beibringt, und Amian und Tarkan, ebenfalls von diesem Volk.
Wie so oft nimmt die Politik auch im Dreivölkerreich Morgenstern keine Rücksicht auf kleine Mädchen. Am Tag der Wahl eines neuen Vereinigers kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Orion und Eridian, der Falkentochter hilflos beiwohnen muss. Orion unterliegt und wird mit seiner Familie verbannt, Eridian wird neuer Vereiniger und die Vertreter des Sonnen- und Mondvolkes, die ihm nicht die Treue schwören wollen, verlassen ebenfalls die Stadt. Es sind harte Zeiten für Falkentochter. Die, die sie liebt, sind fort, und der, den sie bislang geliebt hat, soll ein unentschuldbares Verbrechen begangen haben.
Jahre später meldet sich Orion zurück: Er tötet Eridian. Dessen unbeherrschter Sohn Torian sinnt auf Rache, wird dummerweise auch noch zum neuen Vereiniger ernannt und rüstet zum Krieg. Falkentochter ist verzweifelt, mag diese Situation nicht einfach bei Verwandten aussitzen und entsinnt sich einer alten Geschichte: Neben Morgenstern gibt es auch das Land Abendstern, in dem die Götter leben. Verbunden sind die beiden Reiche durch das Schwarze Tor, das als nahezu unpassierbar gilt. Aber eine kleine Chance gibt es doch, und die muss sie nutzen. Also bricht sie auf zu einer gefahrvollen Reise ... ...
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