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 Die Schiffbrüchigen von Ythaq, Band 6: Aufstand der Spielfiguren

Die Schiffbrüchigen von Ythaq


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung


Die Comic-Serie "Die Schiffbrüchigen von Ythaq" geht mit diesem Band bereits in die sechste Runde. In der Geschichte haben sich einige unerwartete Wendungen ergeben, die im Folgenden teilweise angesprochen werden. Wer die Geschichte noch nicht kennt, sollte die Inhaltsangabe also lieber überspringen.

Granit, Narvath, Callista und einige ihrer Freunde hat es auf eine einsame Insel verschlagen. Sie erfuhren etwas über ein Spiel, in dem sie zu den Spielfiguren gehören. Doch was genau es damit auf sich hat, ist ihnen noch nicht klar. Von unbekannten Mächten wurden sie durch einen Vulkan gezogen und sind nun in einer tropischen Idylle gefangen. Oder ist es dort noch viel gefährlicher, als es zuerst den Anschein hat? Ausgerechnet Callista verschwindet plötzlich. Sie wird von Tieren mit vier Armen und einem langen Schwanz in die Bäume gezogen. Das einzige, was die Gruppe noch von ihr sieht, sind Blutspuren. Endlich bei Callista in den Baumkronen angekommen, stellen sie jedoch fest, dass ihre Sorge unbegründet war. Die junge Frau konnte sich sehr wohl wehren und tötete zwei der Wesen, nun erfolgt jedoch ein Angriff einer ganzen Horde von ihnen.

Oder wollen sie ihnen doch nichts Böses? Die Freunde erwachen in einem der Nester der Tiere, wo sie erfahren, dass es sich um friedliebende Pandhes handelt. Callista hatte den Versuch zu helfen fälschlicherweise als Angriff gedeutet. Nun muss sie ihren Fehler gutmachen, indem sie sich um zwei Jungtiere kümmert. Auf ihrem weiteren Weg bleiben der Gruppe immer einige Pandhes auf den Fersen. Nach einer Weile stoßen sie auf weitere Menschen und Wesen, die es auf die Insel verschlagen hat. Sie alle wollen nur eins: von hier fort. Doch ob das mit dem gebauten Schiff gelingen könnte und was es mit dem Tempel nahe ihres Lagerplatzes auf sich hat, weiß noch niemand.

Am Ende von Band fünf von "Die Schiffbrüchigen von Ythaq"zeichnete sich eine Veränderung in der Geschichte ab. Granit und ihre Freunde haben Informationen zu all dem erhalten, was ihnen auf dem Planeten Ythaq zustieß und sie wissen nun, dass sie Teil eines großen Plans sind. Diese Idee wird nun weiter ausgeführt. In dieser Folge stoßen sie noch weiter vor und treffen sogar auf einige neue Charaktere aus dem Spiel, das zu spielen ihnen ohne ihr Wissen aufgezwungen wurde. Leider gewinnt man ein wenig den Eindruck, dass sich die Macher des Comics bei der Entstehung der ersten Bände noch nicht ganz sicher waren, wo es hingehen sollte, denn einige Zusammenhänge wirken etwas weit hergeholt. Trotzdem ist die Erzählung immer noch in sich stimmig und ergibt ein funktionierendes Gesamtbild. Auf jeden Fall kommen einige Entwicklungen absolut überraschend und sorgen so für viel Spannung.

Die interessantesten Figuren in dieser Folge dürften die Pandhes sein. Sie wirken zugleich Furcht einflößend und niedlich-flauschig. Eine solche Kombination, die glaubwürdig wirkt, ist selten zu finden. Bei ihrem langen Schwanz ist man in Versuchung, an das Marsupilami zu denken, doch ist ihr Körperbau nur logisch, wenn man bedenkt, dass sie hoch in den Bäumen leben. Mit diesen Tieren ist dem Zeichner Adrien Floch ein kleines Meisterwerk gelungen.

Fazit: Insgesamt mag die Geschichte um "Die Schiffbrüchigen von Ythaq" in diesem Band ein wenig enttäuschen. Erst zum Ende hin entwickelt sie sich wirklich weiter. Dafür wird man aber mit wundervollen Bildern und den Pandhes belohnt, die einen schnell in ihren Bann ziehen.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 01. Februar 2009 | ISBN: 9783940864895 | Originaltitel: Les Naufragés D´Ythaq: La Révolte des Pions | Preis: 13,80 Euro | 56 Seiten | Sprache: Deutsch

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