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 Kaptain Brawe

A Brawe New World


Cover
Gesamt ++++-
Action
Anspruch
Aufmachung
Bedienung
Bildqualität
Brutalität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
Der Spieleentwickler Cateia Games hat in der Vergangenheit eher enttäuscht, was Point-and-Click-Adventures angeht – zwei der mauen bis schlechten Titel waren "Hotel" und "The Legend of Crystal Valley". Nun legt Cateia aber ein Game vor, das einen ordentlichen Sprung nach vorne macht, was Spielspaß, Grafik und Adventure-Feeling betrifft: "Kaptain Brawe – A Brawe New World", veröffentlicht von dtp Entertainment, bietet ein liebevoll handgezeichnetes Point-and-Click-Abenteuer, das an alte Genre-Zeiten erinnert und für einige Stunden vor dem Bildschirm fesseln kann.

[PIC]Der Spieler schlüpft in zunächst in die Rolle des trotteligen Weltraumpolizisten Kaptain Brawe, der zwar ein Raumschiff befehligt, im Grunde genommen aber nicht allzu viel Ahnung von dem hat, was er da tut. Zum Glück hat Brawe einen fähigen Navigator in Form von Fähnrich Kralek an Bord. Als dann plötzlich ein Notruf per Funk eingeht, ist für Brawe klar, was zu tun ist: Das Raumschiff in Not muss gefunden und die Besatzung gerettet werden. Dabei schlittert der naive, aber gutherzige und entschlossene Offizier Hals über Kopf in eine chaotische und höchst gefährliche Verschwörung hinein, die das gesamte Universum bedroht …

Die Installation von "Kaptain Brawe" geht aufgrund der ziemlich niedrigen Systemanforderungen erfreulich schnell - schon kann's losgehen!

What a Brawe New World …

[PIC]Was bei diesem Game sofort angenehm ins Auge fällt, sind die handgezeichneten Settings, die ein bisschen an heißgeliebte Klassiker wie "Day of the Tentacle" oder "Monkey Island" erinnern. Kaptain Brawes Welt stellt ein Alternativ-Universum unserer Welt im Jahr 1834 dar, in der es von futuristischen Technologien wie DNA-Replikatoren, Raumschiffen und hilfreichen Service-Robotern wimmelt. Ein ebensolcher steht dem Spieler in Form des hölzernen Roboters "Robretter" zur Seite, der übrigens auch das Inventar beinhaltet (schöner und passender eigentlich der englische Name "Rowboat", denn mittendrin muss man den Roboter tatsächlich mal als Ruderboot missbrauchen).

[PIC]Das Spiel beginnt an Bord des Spaceships, auf dem sich Kaptain Brawe, sein Untergebener Krawlik – der schlauer ist als sein Boss - und der Roboter Robretter befinden. Bevor es so richtig losgeht, gilt es zunächst ein paar einfache Aufgaben zu lösen, quasi um sich fürs Spiel aufzuwärmen – unter anderem muss Brawe erst einmal Robretter in Betrieb nehmen, dafür ein Handbuch aus dem Französischen übersetzen und einige Geräte reparieren. Die Steuerung erfolgt dabei ganz komfortabel und ausschließlich per Maus: Per linkem Mausklick können Gegenstände entweder betrachtet werden oder man kann mit ihnen interagieren beziehungsweise sie aufnehmen und ins Inventar einfügen. Zusätzlich zum Inventar, das über den unteren Bildschirmrand aufgerufen wird, hat man noch ein Logbuch mit den aktuell anstehenden Aufgaben zur Verfügung sowie ein Lupen-Symbol, über das man die Hotspots in den Szenen einblenden kann.

Auf nach Jama Spacea!

[PIC]Sind die ersten Aufgaben dann erfolgreich gemeistert, geht die Story so richtig los – auf zum Planeten Jama Spacea, wo allem Anschein nach die Absturzstelle des Raumschiffs in Not zu finden ist! Noch ahnt Brawe nicht, dass alles weit komplizierter und gefährlicher ist als gedacht. Insgesamt muss man während des Spiels vier verschiedene Planeten besuchen und eine Reihe kleinerer und größerer Aufgaben lösen. Dabei spielt man dann nicht nur Kaptain Brawe, sondern auch andere Charaktere, die im Lauf der Story dazukommen: zum einen die sexy Agentin Luna und zum anderen Danny, den Navigator des abgestürzten Raumschiffs. In einigen Szenen ist es nötig, die Figuren genau aufeinander abzustimmen, man kann zwischen den einzelnen Charakteren hin- und herswitchen und die Personen so positionieren, dass sie gemeinsam eine Aufgabe lösen können.

Experten-Modus für alte Hasen, Casual Modus für Anfänger

[PIC]Die Rätsel in "Kaptain Brawe" sind vom Niveau her ziemlich unterschiedlich – mal einfach und auf der Hand liegend, vor allem für alte Adventure-Hasen, mal aber auch knackig-schwer. Vor allem eine Sequenz auf dem Planeten Schminkell 7, wo Luna ein komplettes Labor in Betrieb nehmen muss, um aus einer Höhle zu fliehen, zwingt wirklich zum Nachdenken. Zu Beginn des Spiels hat man übrigens die Wahl zwischen zwei Schwierigkeitsgraden (Experten- und Casual Modus). Empfehlenswert ist auf jeden Fall die schwierigere Variante, in der man keine Tipps erhält, denn die Spieldauer hält sich doch in Grenzen. Zwar ist "Kaptain Brawe" kein ultrakurzes Vergnügen, aber die Anzahl der Schauplätze ist doch überschaubar, und für den relativ hohen Preis hätte das Spiel ruhig ein, zwei Stündchen länger dauern dürfen. Überzeugen können aber der Humor, der "Kaptain Brawe" durchzieht, und die vielen kleinen Anspielungen auf andere Sci-Fi-Stories und Adventures.

[PIC]In der Sprachausgabe, die komplett auf Deutsch ist, überzeugt das Spiel durch gut gewählte Synchronstimmen, die zu den Charakteren passen – während der Kaptain relativ trottelig daherkommt und der Navigator Danny chillig-verpeilt, ist die Stimme der cleveren Luna spröder und entschlossener. Nicht so gut gelungen ist teilweise die Übersetzung der Dialoge, die öfter mal verwirrend oder einfach nur vollgestopft mit leeren Phrasen sind.

Fazit: "Kaptain Brawe – A Brawe New World" ist ein schön gezeichnetes und humorvolles Point-and-Click-Adventure, das bewusst auf den Charme der alten Klassiker setzt. Ein klein bisschen mehr Spieldauer hätte es für das Geld sein dürfen, aber insgesamt ein wirklich nettes Game, das eine Empfehlung für Genre-Fans wert ist!

Hier gibt's mehr Infos zum Spiel und eine spielbare Demo zum Download: www.kaptainbrawe.de

Christina Liebeck



DVD | Disc-Anzahl: 1 | Erschienen: 3. Juni 2011 | FSK: 12 | Originaltitel: Captain Brawe - A Brawe New World | PC | Preis: 25,99 Euro | Sprache: Deutsch | Systemanforderungen: Minimum:
Betriebsystem: Windows XP / Vista / Windows 7
Prozessor: mit 1 GHz
Arbeitspeicher: 256 MB RAM
Festplatte: 300 MB frei
Grafikkarte: 64 MB 3D Grafikkarte | Untertitel verfügbar in: Deutsch

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