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 Resident Evil


Cover
Gesamt ++---
Action
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Extras
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton


Im Labor der global sehr einflussreichen und erfolgreichen Umbrella Cooperation, die geheime Versuche mit gefährlichen Viren macht, kommt es zu einem folgenschweren Vorfall. In der unterirdischen Stadt, hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen, geschieht das Unfassbare: Der sehr gefährliche und leicht ansteckende T-Virus, die neueste geheime Forschungsserie von Umbrella, kommt frei und verteilt sich innerhalb kürzester Zeit im ganzen Komplex des unter der Erde gelegenen Gebäudes. Innerhalb weniger Minuten sind alle Mitarbeiter durch den Virus umgekommen.
Ein Spezialkommando findet Alice und ihren Mann im oberirdischen Zugang zur Forschungseinrichtung. Offensichtlich ist jemand eingedrungen und hat die Freisetzung des Virus verursacht. Die Einheit hat nur wenige Stunden Zeit zu prüfen, was in dem Genlabor vorgefallen ist. Alice, die wie ihr Ehemann das Gedächtnis verloren hat, steigt mit in den unterirdischen, sehr weitläufigen Komplex.
Doch was haben sie beide mit dieser Sache zu tun? Langsam erinnert sich Alice und realisiert, dass sie mehr mit dem Vorfall und dem Virus zu tun hat als ihr lieb ist ...
Doch der Virus lässt die verstorbenen Angestellten des Labors als Untote wieder auferstehen und so befinden sich innerhalb kürzester Zeit Hunderte Zombies mehrere hundert Meter unter Racoon City. Es gilt den Zentralcomputer auszuschalten und vor allem zu überleben. Doch das schlimmste Lebewesen haben die Eindringlinge noch nicht entdeckt.

Fans von Mila Jovovich können sich freuen. Mehr T-Shirt und körperbetonte Szenen mit der grünäugigen Schönheit sind selten so perfekt mit Blut, Gewalt und Horror vermischt worden. Die Action- und "Splatter"-Szenen sind dramaturgisch geschickt angelegt, eigentlich stirbt dauernd irgendjemand. Und zwar möglichst fies und eklig. Leider ist den Produzenten und dem Regisseur, bei aller Liebe zu den Darstellern, die Logik irgendwie abhanden gekommen. Es ist abstruser Blödsinn, der hier geboten wird. Geradezu hirnrissig wird es, wenn die Zombies ihren Auftritt haben. Völlig unlogisch ist deren physische Widerstandsfähigkeit, totaler Quatsch, wie sie endgültig zu beseitigen sind. Trotz hunderter Zombies begegnen die Helden immer nur dann einigen wenigen, blöd "animierten" Zombies, wenn es der Geschichte in den Kram passt. Türen sind offen, Gänge leer, Licht gibt¬ís genug, Labore sind geöffnet, Zombies versteckt.
Immer wieder fragt sich der Zuschauer, der nicht sein Gehirn abgeschaltet hat, was das Ganze soll. Wenn wenigstens die Dialoge gut wären - sind sie aber leider nicht. Sie sind vorhersehbar, langweilig, gewollt witzig und in besten Momenten sarkastisch. Die blitzschnelle Genesung der unwiderruflich zu Zombies Mutierten ist der letzte Punkt, der das Ganze zu einem Desaster werden lässt. Wenn die Kritiken stimmen, die den ersten Film um Längen vor dem zweiten Teil dieses "Horror-Events" sehen, möchte ich den zweiten Teil ("Resident Evil: Apokalypse") lieber nicht sehen, jeder Euro wäre dafür zu schade.

Der 2003 erschienene Film entbehrt aller Extras, die die DVD vielleicht aufgewertet hätten. Ich jedenfalls war sehr enttäuscht, doch bin ich auch kein Horror-Fan und verlange von solcherart Filmen vermutlich zuviel.

Stefan Erlemann



DVD | Disc-Anzahl: 1 | Erschienen: 01. März 2003 | FSK: 16 | Laufzeit: 96 Minuten | Preis: 12,95 Euro | Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch

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