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 Wildfrüchte

Botanik - Anbau - Rezepte

Autoren: Thuri Maag
Illustratoren: Andreas Thumm
Verlag: Fona Verlag

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Die Natur hält eine Fülle an Beeren und Wildfrüchten bereit, die für die Vögel und andere Tiere einen reich gedeckten Tisch bieten, die jedoch auch dem Menschen schmecken und seiner Gesundheit dienen. Legt man sich eine Naschhecke an, so tut man sich selbst und den diversen Untermietern im Garten einen großen Gefallen.
Über die verschiedenen Sträucher und Bäume, die sich für eine Naschhecke eignen, informiert der erste Teil des hier besprochenen Buchs. Zunächst geht es um Grundsätzliches bezüglich der Anlage einer Naschhecke; unter anderem werden auf Schemazeichnungen die einzelnen Gehölze und Büsche nach optimalem Standort sortiert und mit Angabe der jeweiligen Höhe präsentiert. Eine alphabetische Übersicht erläutert Namen und Merkmale, die Wuchshöhe, den bevorzugten Standort, Blühzeit und Blütenfarbe, Erntezeit und Aussehen der Früchte, wertvolle Inhaltsstoffe, Verwendungsmöglichkeiten in der Küche manche Beeren sind nur gekocht genießbar -, Tiere, die die Früchte fressen, Anforderungen an die Pflege und Zuchtsorten.
Dann werden die einzelnen Bäume und Büsche in Wort und Bild vorgestellt, je auf einer Doppelseite. Hier kommen ausführlicher noch einmal die Informationen aus der Übersicht zur Sprache, und die Früchte, gelegentlich auch die Blüten, sind abgebildet.

Der Abschnitt mit den Rezepten ist gegliedert in die Rubriken "Aperitif & Vorspeisen", "Mahlzeiten", "Desserts" und "Eingemachtes". Die letzten beiden Kapitel bieten naturgemäß die meisten Rezepte, denn aus den Beeren lassen sich tolle Sorbets, Kompotte und Gebäcke herstellen, ebenso Gelees und Chutneys. Ein Register schließt das Buch ab.

Viele der Beeren dürften manchem Gartenbesitzer unbekannt oder höchstens vom Namen her vertraut sein, so die Elsbeere, die Mahonie, Mehlbeeren und Holzapfel. Nicht alle eignen sich für die Verarbeitung allein, zum Beispiel der Holz- oder Wildapfel, der aber mit seinen Gerbstoffen Konfitüren aus anderem Obst ein kräftiges Aroma verleiht. Aber es gehören beispielsweise auch Brombeere, Himbeere, Johannis- und Jostabeere zu den portraitierten Pflanzen.
Erfreulich viele Informationen bietet das Buch dem Gartenbesitzer, der sich eine Naschhecke zu seiner eigenen und der Freude von Vögeln, Insekten und anderen Tieren anlegen möchte. Auf diese Weise kann Artenschutz wirklich Spaß machen. Und die Rezepte zeigen, dass die Beeren und sonstigen Wildfrüchte ja nicht nur den zwei- bis sechsbeinigen Tieren zugute kommen müssen. Alle von ihnen lassen sich für leckere Gerichte einsetzen.

Feine Vorspeisen wie geräucherte Entenbrust mit Wildpflaumenchutney oder Rotes Wildapfelsüppchen, Hauptspeisen wie Rehschnitzel mit Berberitzen und geschmorter Poulardenschenkel mit Schlehenbeerensauce dürften wohl keinen Gourmet kalt lassen. Auch beim Dessert wird niemand darben: Mahonienkompott mit Haselnusswaffeln, Crème brûlée mit Kornelkirschenkompott, die erwähnten Sorbets und vieles mehr laden zum Naschen ein. Und wenn es ans Eingemachte geht, locken beispielsweise Holunderbeersirup, Scheinquittengelee und viele andere Brotaufstriche, rote Wildäpfel in Rotweinsirup und allerlei Chutneys und Saucen.
Die meisten der Rezepte sind mit großformatigen, sehr ansprechenden Fotos ausgestattet. Eine übersichtliche, differenzierte Zutatenliste und eine leicht nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitung gestalten das Nachkochen unkompliziert und somit auch für ungeübte Köche problemlos.

Ein interessantes, attraktives Buch zu einem ungewöhnlichen Thema, das nebst tollen Rezepten auch praxisnahe Informationen für Gartenbesitzer bereithält!

Regina Károlyi



Hardcover | Erschienen: 1. Juni 2009 | ISBN: 9783037803844 | Preis: 19,90 Euro | 153 Seiten | Sprache: Deutsch

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