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 Schweizer Schokolade

Chocolat suisse - Swiss Chocolate

Autoren: Marysia Morkowska
Übersetzer: Philippe Rebetez
Verlag: Fona Verlag

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Preis - Leistungs - Verhältnis
Schweiz und Schoggi, das gehört zusammen wie Schweiz und Berge, Schweiz und Uhren. Immerhin haben die Schweizer die Milchschokolade erfunden und vieles mehr, und auch heute schmeckt Schweizer Schokolade einfach ... besser.
Das hier besprochene Buch stellt auf Deutsch, Französisch und Englisch die Geschichte der Schweizer Schokolade vor, informiert über Aktuelles und enthält darüber hinaus zahlreiche reizvolle Rezepte.
Eingangs geht die Autorin auf die Frage ein, was Schokolade zu einem solch besonderen Genussmittel macht, dessen Reiz fast jeder Mensch erliegt. Es schließt sich die spezifisch schweizerische Schokoladen-Historie an: François-Louis Cailler, der zur Schokoladenfabrikation als Erster die Wasserkraft nutzt, Philippe Suchard mit einer effektiven Knetmaschine, Daniel Peter, der die Essschokolade erfindet, Rudolf Lindts Einführung des Conchierens und viele mehr alle, die in Bezug auf Schweizer Schokolade Rang und Namen hatten und haben, werden kurz portraitiert. Wie die Schweizer ihre Schokolade für den Export vermarkteten, indem sie auf Qualität statt Quantität bauten und massiv Reklame einsetzten, erläutern weitere Kapitel. Im Anschluss werden bekannte moderne Chocolatiers vorgestellt, und schließlich folgen die Rezepte: Kuchen und Kekse, Eisspezialitäten, Trinkschokolade-Varianten.

Wie bei Hädecke und Fona üblich, ist also auch dieses Buch in einen Sach- und einen Rezeptteil gegliedert. Der Sachteil liest sich kurzweilig und enthält eine Fülle an Informationen, die nicht nur den "Schokoholic" interessieren, sind doch, wie bereits eingangs erwähnt, die Schweiz und die Schokolade seit langem eng miteinander verbunden.
Alle großen Namen der Schweizer Schokoladenfabrikanten findet man im Buch und darf sich wundern, wie lange die entsprechenden Firmen schon existieren; auch wird man dazu angeregt, sich Gedanken darüber zu machen, welches Aufwandes und Erfindungsgeistes es bedurfte, damit sich ein Getränk der Reichen zu der zart auf der Zunge schmelzenden Köstlichkeit entwickelte, die sich heute jeder leisten kann. Zahlreiche Fotos, unter anderem von historischen Werbemitteln, aber auch von Appetit anregenden Schoggi-Produkten, begleiten den Text.
Die Rezepte, von Gewürzkuchen und Portweinkuchen über Schoko-Pecannnuss-Tartelettes, Brownies, Basler Brunsli und Schokoladeneis bis hin zu heißer Schokolade mit Kaffee und Zimt, Hot Chocolate mit Chili und Zimt sowie heißer weißer Schokolade, um nur eine Auswahl der Angebote zu nennen, sind übersichtlich gestaltet. Gegebenenfalls nach Elementen (zum Beispiel Teig, Füllung, Garnitur) geordnet, macht die Zutatenliste den Anfang, gefolgt von einer problemlos nachvollziehbaren Schritt-für-Schritt-Anleitung. Zu einigen Rezepten gibt es auch Zusatzinformationen, zum Beispiel Historie, Variationsmöglichkeiten oder Tipps zum Verzehr. Die Rezepte sind mit attraktiven, aussagekräftigen Fotos versehen.
Ein tolles Buch für Schokoladenfans, insbesondere natürlich solche aus der Schweiz, aber auch für all jene aus dem Rest der deutsch-, englisch- und französischsprachigen Welt, die Schweizer Schokolade besonders schätzen. Inhalt und Aufmachung überzeugen sowohl in Bezug auf den Sach- als auch auf den Rezeptteil, lediglich mag sich mancher auch Dessertrezepte wünschen, etwa Mousse au chocolat und die ein oder andere Schokoladencreme. Der Genuss von Toblerone und edlen Schweizer Schoggi-Spezialitäten bereitet nach der Lektüre noch mehr Freude!

Regina Károlyi



Hardcover | Erschienen: 1. Mai 2009 | ISBN: 9783037803875 | Preis: 11,80 Euro | 89 Seiten

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