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 Die Legende von Malemort, Band 4: Sobald die Nacht anbricht ...

Serie: Die Legende von Malemort, Band 4
Autoren: Eric Stalner
Illustratoren: Eric Stalner
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Nach ihrer Auseinandersetzung mit der Inquisition ist die Reisegruppe um die junge Frau Anthea und den vampirischen Grafen Colbus zurück in dessen Anwesen. Doch Colbus ist unzufrieden und hadert mit seinem Schicksal. Das geht sogar so weit, dass er Anthea, die anderen Frauen und den Jungen Arvid von seinem Anwesen vertreiben will. Die junge Kämpferin sieht allerdings nicht, dass Colbus' Angst dahinter steckt, einen folgenschweren Fehler zu begehen, weswegen sie ihn direkt zur Rede stellt. Colbus anschließenden Wutausbruch übersteht sie nur mit Not und der Hilfe des kleinwüchsigen Arnuf und Ritter Malperthuis.

Doch der Vorfall macht Anthea keine Angst, sondern verstärkt nur ihren Willen, Graf Colbus vor seiner Verdammnis zu retten. Sie hat erfahren, dass ein gewisser Joachim de Peyrac den Vampir einst die geheime Kunst lehrte, durch die er zum Blutsauger geworden ist, deswegen bricht sie gemeinsam mit Arnulf und Malperhuis auf ins Ungewisse, um ihn zu finden. Natürlich dauert es nicht lange, bis auch Graf Colbus sich den Gefährten anschließt. Gemeinsam reisen sie in ein unwirtliches Sumpfland, in dem sie auf die Suche nach Hoffnung für Colbus gehen. Doch vorher müssen sie sich durch zahlreiche Gefahren kämpfen ...

Mit dem vierten Band der Serie um „Die Legende von Malemort“ beginnt eine neue Episode in der Erzählung. Antheas und Colbus' Auseinandersetzung mit der Inquisition ist beendet und sie stürzen sich in neue Abenteuer. Allerdings wirkt der Grund für ihre aktuelle Reise ein wenig arg weit hergeholt. Ohne irgendeine nennenswerte Einleitung wird eine geheimnisvolle Person eingeführt, die die Lösung für Graf Colbus' Probleme bereithalten könnte. Den Einstieg in die Geschichte hätte man durchaus auf interessantere und glaubwürdigere Weise gestalten können. Überhaupt wirkt die Handlung an einigen Stellen ein wenig gestelzt und es fehlt außerdem der Bezug zum bisher Geschehenen. Was im letzten Band deutlich im Vordergrund stand und Anlass für Spekulationen gab, nämlich dass Anthea Graf Colbus von ihrem Blut hat trinken lassen, findet hier mit keinem Wort mehr Erwähnung. Damit tut dich der Texter und Zeichner von „Malemort“ Eric Stalner sicherlich keinen Gefallen.

Die bisher aufgebaute Spannung wird an falscher Stelle aufgebrochen, um eine neue Episode zu starten. Diese hat hier allerdings einen neuen Cliffhanger, der sehr direkt ist und diesmal keine Variationsmöglichkeiten gibt, sondern klar darauf ausgelegt ist, die Geschichte im folgenden fünften Band in direkter Anknüpfung weiterzuerzählen.

Man muss dem Autor allerdings eingestehen, dass er seiner Geschichte diesmal eine wunderbar düstere Stimmung eingehaucht hat, die durch eine nicht greifbare Gefahr sehr intensiv wirkt. Für Freunde von Rätseln und Mystik wird diesmal also deutlich mehr geboten.

Insgesamt stellt „Sobald die Nacht erwacht ...“ einen recht harten Schnitt in der „Legende von Malemort“ dar und man kann noch nicht genau sagen, in welche Richtung die Erzählung sich entwickeln wird. Als Anknüpfung an die vorangegangenen Bände enthält sie viele Schwächen, sie gewinnt zum Ende hin jedoch deutlich an Spannung. Es bleibt also die Fortsetzung abzuwarten.

Bine Endruteit



Hardcover | Erschienen: 23. September 2009 | ISBN: 9783868690248 | Originaltitel: Le Roman de Malomort: Lorsque Vient la Nuit | Preis: 13,80 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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