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 Lucky Luke, Band 26: Lucky Luke: Familienkrieg in Painful Gulch

Serie: Lucky Luke, Band 26
Autoren: René Goscinny, Morris
Verlag: Egmont Manga & Anime

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Lucky Luke ist auf dem Weg nach Painful Gulch, der "Stadt des Fridens und der Libe", wie es auf dem Schild am Ortseingang steht.
Plötzlich bedroht ihn ein Bewaffneter. Lucky Luke soll seine Nase zeigen. Als der Unbekannte sie sich angesehen hat, ist er zufrieden und Luke kann weiter reiten. An der nächsten Wegbiegung wird er wieder bedroht. Diesmal verlangt der Mann, Luckys Ohren genau in Augenschein zu nehmen. Nach einem Blick ist er zufrieden und Lucky Luke darf weiterreiten.
In Painful Gulch erklärt man ihm die Sachlage. Seit Urzeiten sind die Clans der O'Haras und der O'Timmens verfeindet. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit bekämpfen sie sich. Gott sei Dank sind es allesamt miserable Schüten, so ist bisher niemand zu Tode gekommen. Aber die Bevölkerung ist diesen Kleinkrieg allmählich leid. Jede Neuerung, seien es Brücken oder Gebäude, wird von den Clans abgelehnt, sie könnte ja den anderen nützen.
Lucky geht das alles nichts an. Er reitet weiter. Doch er ist noch nicht weit gekommen, da fliegt samt Lucky und Jolly Jumper, seinem Pferd, die Brücke über die sie grade reiten, in die Luft. Wütend reitet Lucky zurück. Jetzt will er es den O'Haras und den O'Timmins zeigen.
Frisch zum Bürgermeister gekürt, schlägt er ein großes Fest vor, um die beiden Clans zu versöhnen. Es endet im Desaster.
Lucky Luke ist es endgültig leid, er verhaftet alle O?Haras und alle O?Timmins, bis auf die Großväter, Chef der Clans und Verursacher des lange währenden Streits. Doch Lucky hat nicht mit der Sturheit der beiden Alten gerechnet. Die weigern sich kategorisch, Frieden zu schließen. Was nun?

Die genialen Zeichnungen von Morris und der herrlich amüsante Text von Goscinny sind in diesem 26. Band von Lucky Luke, dem Mann, der schneller zieht als sein Schatten, aufs Beste vereint.

Diesem glorreichen Helden, der nie lange an einem Ort verweilt und am Ende jedes Albums mit dem Lied "I?m a poor lonesome Cowboy, far away from home ..." in die Abendämmerung reitet. Er ist gekleidet in eine blaue Jeans, ein gelbes Hemd, rotes Halstuch und weißer Stetson, zwei Colts an der Seite und ein Gewehr an der Satteltasche. Begleitet wird er von seinem treuesten und einzigen Gefährten: Jolly Jumper, einem weißen Hengst mit gelber Mähne und Schwanzhaaren.
Die Geschichte dieses Familienkriegs ist zwar etwas schwach und die Lösung des Ganzen zu einfach, aber Wortwitz und Detailreichtum der Bilder entschädigen weitgehend dafür. Es fehlen die meist anzutreffenden vier Daltons-Brüder und der sie meist verfolgende Hund Rantanplan.
Leider fehlt ebenso ein starker Gegner oder Fiesling, der das Album trägt. Gesichtslose Familienmitglieder, deren einziges Kennzeichnen entweder große Ohren oder eine rote Nase sind, genügen leider nicht, um Spannung aufkommen zu lassen.
Dieses 1971 erstmalig veröffentlichte Album gehört zwar zu den Schwächeren der Reihe, aber Fans müssen es einfach haben. Freunde intelligenter Comics, die auch für Erwachsene gemacht sind, können bedenkenlos zugreifen.

In diesem Album darf Lucky Luke auch noch mit einer Kippe im Mund durch den Wilden Westen der Pionierzeit Amerikas reiten - bei späteren Alben wurde durch permanente Lobby-Arbeit der Anti-Raucher-Liga in den USA, ein Cowboy präsentiert, der einen Strohhalm im Munde führt.

Stefan Erlemann



Softcover | Erschienen: 1. Januar 1987 | ISBN: 3770401379 | Preis: 10 Euro | 46 Seiten | Sprache: Deutsch

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