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 Prophet, Band 3: Pater Tenebrarum

Autoren: Mathieu Lauffrey
Illustratoren: Mathieu Lauffrey
Übersetzer: Tanja Krämling
Verlag: Splitter Verlag

Gesamt +++--
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Spannung
„Pater Tenebrarum“ ist der dritte Band der vierteiligen Reihe „Prophet“. Im ersten Band „Ante Genesem“ verschlug es Jack Stanton in eine andere Welt, nachdem seine eigene in Flammen aufging. Die fremde Welt war ihm völlig unbekannt und seltsame Wesen zogen dort umher. Es blieb völlig unklar, wohin es den Helden wider Willen verschlagen hatte. In „Infernum in Terra“ geriet Jack in neue Gefahren, traf neue seltsame Wesen und wurde sogar zum Propheten wider Willen. Er und der Leser erfuhren mehr über die Welt, in die es Jack verschlagen hat; trotzdem bleibt die ganze Angelegenheit sehr verwirrend. In "Pater Tenebrarum" streift Jack nun durch seine Heimatstadt, die nun von (noch?) schlafenden Giganten und einer Art "Mutanten" bevölkert ist.

Ist Jack der erwartete Prophet, der die Menschheit retten kann? Ist diese überhaupt noch zu retten? Oder ist jemand anderes der Prophet? Wie reagieren die Überlenden, wenn sie erfahren, dass anscheinend Jack für das Chaos verantwortlich ist?

Zum ersten Mal stammen Text und Zeichnungen von Mathieu Lauffrey.

Stellte „Ante Genesem“ nur den Einstieg in die Reihe dar und ließ am Ende Protagonisten wie Leser etwas verwirrt mit der fremden Welt zurück, bot "Ante Genesem" mehr Informationen dazu, ohne aber wirklich über den Hintergrund aufzuklären. Da "Pater Tenebrarum" der vorletzte Teil der Reihe ist, war die Hoffnung groß, dass es Richtung Aufklärung geht, warum was passierte und wie die ganze Sache enden soll. Um es direkt zu sagen: Diese Hoffnung wird nicht erfüllt. Jack streift durch das verfallene New York und eigentlich ist alles da für eine spannende und mysteriöse Handlung, aber die Reihe kommt inhaltlich nicht von der Stelle. Die Handlung wirkt stark nach Selbstzweck und lässt auch daher den Leser ebenso kalt wie unbefriedigt. Die notwendigen Versatzstücke sind da, aber es fehlen der Funke und die inhaltliche Unterfütterung. So geht auch der dritte Band vorbei und man weiß nicht allzu viel mehr als vorher. Man darf mittlerweile im negativen Sinne gespannt sein, was der Abschlussband zu bieten hat …

Das Groß-Format im Hardcover wirkt natürlich automatisch edel und wird im dritten Band besser von den Illustrationen ausgenutzt. Der Zeichen-Stil weiß aber insgesamt zu gefallen, wenn auch wenige Details und Hintergründe vorhanden sind. Wie schon im zweiten Band ist auch im dritten Band kein Bonus-Material enthalten.

„Pater Tenebrarum“ lässt den Leser unbefriedigt zurück: Der Plot kommt nicht in die Gänge, die Hintergründe sind immer noch schleierhaft und die Geschehnisse wirken zu stark als Selbstzweck, um den Leser fesseln zu können. Da nur noch der Abschlussband fehlt, darf mittlerweile sicherlich angezweifelt werden, ob die Reihe insgesamt betrachtet inhaltlich viel zu bieten hat außer ein paar vordergründigen Ideen.

Bernd Wachsmann

Probe



Hardcover | Erschienen: 1. Februar 2010 | ISBN: 9783868690644 | Originaltitel: Pater Tenebrarum | Preis: 13,80 € | 56 Seiten | Sprache: Deutsch

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