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 Spirou & Fantasio, Band 39: Das Tal der Verbannten

Serie: Spirou & Fantasio, Band 39
Autoren: Janry, Tome
Übersetzer: Peter Müller
Verlag: Carlsen

Cover
Gesamt +++++
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Achtung: Die Ereignisse in "Das Tal der Verbannten" beantworten die spannende Frage, die sich den Lesern am Ende von "Die Angst im Nacken", dem achtunddreißigsten Album von Fantasio und Spirou, stellte. Wer sich den ersten Teil des Abenteuers rund um das geheimnisvolle Tal in Tubut-Chan noch anschauen will, sollte die folgende Inhaltsangabe überspringen.

Spirou und Fantasio haben den Sturz in die tosenden Fluten überlebt und erwachen völlig zerschlagen in einer geheimnisvollen Höhle. Scheinbar haben sie den Zufluchtsort der vor langer Zeit Verbannten gefunden und eine heiße Spur der beiden Wissenschaftler, die sich vor Jahrzehnten auf dieselbe Suche wie Spirou und Fantasio gemacht haben. Doch das Tal, das die beiden Freunde auf verschlungenen und gefahrvollen Pfaden erreichen, entpuppt sich als absolut lebensfeindliche Hölle voller alptraumhafter, mörderischer Kreaturen.
Sie machen sich auf die Suche nach den verschwundenen Wissenschaftlern. Da wird Fantasio von einem der unscheinbarsten, dafür aber gefährlichsten Geschöpf des Tals der Verbannten, angegriffen. Die winzige Mücke ist nach den Unterlagen, die Spirou wenig später findet und die sich als die Tagebuchaufzeichnungen von Dr. Maginot erweisen, Auslöser einer äußerst heimtückischen Krankheit. Sie verändert das Wesen jedes Menschen fundamental und lässt ihn zu einem hinterlistigen, gewalttätigen und gnadenlosen Monster mutieren. Kaum hat Spirou begriffen, in welcher Gefahr sie schweben, wird er auch schon von Fantasio angegriffen. Und die Mordlust in dessen Augen spricht eine deutliche Sprache. Werden die Gefährten dasselbe Schicksal erleiden wie das Volk der Verbannten vor langer Zeit?

Nach dem eher enttäuschenden achtunddreißigsten Abenteuer von Spirou und Fantasio - allerdings unverzichtbar für den Genuss des vorliegenden Bandes - wartet "Das Tal der Verbannten" mit einer Fülle an Superlativen auf.
Das Album ist sehr, sehr witzig. Man kommt aus dem Schmunzeln und Lachen kaum heraus, wenn man die köstlichen Einfälle von Tome und Janry in Text und Bild liest und betrachtet. Es ist spannend - sogar äußerst spannend, immerhin ist nicht nur das Leben der beiden Helden fast permanent bedroht, es ist lange auch nicht klar, wie sie aus der misslichen Lage in dem einsamen Tal entkommen könnten. Es ist skurril - und das im besten Sinn des Wortes. Wundervolle Einfälle, herrlich verrückte Tiere, absurdeste Ereignisse ohne Pause prasseln auf den Leser ein. Es ist rätselhaft. Immer wieder scheint es einen Unbekannten zu geben, der Spirou zu Hilfe kommt - aber wer kann das sein? Der Leser rätselt bis fast zum Schluss dieses einmaligen Abenteuers. Und zu guter Letzt liegt diesem Album eine brillante, logische und fundierte Idee zu Grunde, die man so gelungen in der ganzen Reihe kaum ein zweites Mal findet.

Kein Zweifel, "Im Tal der Verbannten" ist ein Meisterwerk. Hier haben Janry und Tome ein Abenteuer abgeliefert, das ohne Fehl und Tadel den weltweiten Erfolg der Serie erklärbar macht. Drucktechnisch vom Feinsten wartet das Album in der Neuedition mit zusätzlichen Informationsseiten auf, die den Fan rundum zufrieden stellen. Und am Rande wurde auch das eher schwache Albumcover der Erstausgabe durch ein wirklich brillantes Bild ersetzt - so sollte eine Neuedition aussehen.

Stefan Erlemann



Softcover | Erschienen: 1. Februar 2005 | ISBN: 9783551772398 | Originaltitel: La vallée des bannis | Preis: 9 Euro | 48 Seiten | Sprache: Deutsch

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