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 Poser 8

Verlag: Globell B.V.

Cover
Gesamt +++++
Aufmachung
Bedienung
Extras
Preis - Leistungs - Verhältnis
Im August 2009 setzte Smithmicro Software seine erfolgreiche Reihe um die Animationssoftware Poser fort und brachte die achte Version des Produktes auf dem deutschen Markt heraus. Ausgestattet mit einigen neuen Features, erlaubt das Programm das Designen und die Animation von 3-D-Figuren.

Während andere 3-D-Animations-Tools auf ein immenses Vorwissen und mathematisches Verständnis des Users setzen und die einzelnen 3-D-Objekte selbst designt werden müssen, ist dies bei Poser nicht, oder nur in deutlich geringerem Maße, der Fall. Der Anwender greift auf bereits existierenden Content zurück und kann diesen mit den Möglichkeiten der Software bearbeiten. Die Grundlage bilden hierbei männliche und weibliche Körpermodelle, für die Kleidung, Posen, Texturen und Morphs existieren. Zur Manipulation der einzelnen Elemente stehen verschiedene Bereiche zur Verfügung.

Posenraum:
Hier kann das 3-D-Modell in Pose gesetzt werden. Verschiedene Kameraeinstellungen ermöglichen es dem Anwender, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und alle Bereiche genau zu betrachten. Eine Manipulation des Objektes kann im Ganzen oder einzelnen Teilen (jedes Körperteil separat) erfolgen. Über den Zugriff auf die Bibliothek können vorhandene modellspezifische Posen geladen und angewendet werden. Zudem lassen sich hier die Lichteinstellungen steuern.

Materialraum:
Aus einer breiten Palette an vorhandenen Materialien kann das Objekt hier mit Texturen belegt werden. Ob Stoff, Stein, Holz oder Glas, den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Gesichtsraum:
Höhere Wangenknochen, eingefallene Mundwinkel, ein wenig stärker betonte Augenpartieren - hier stehen die Möglichkeiten rund um das Gesicht im Vordergrund. Der Anwender kann dabei, wie auch im Posenraum, die Perspektive ändern oder das Objekt durch Bewegung in die richtige Szene setzen. Alle Bereiche des Kopfes lassen sich verändern, mit Texturen oder Morphs aus der Bibliothek versehen oder gar unsichtbar schalten.

Haare:
Einer der wichtigsten Bereiche ist der Haare-Raum. Haar-Objekte, die zuvor in der Bibliothek abgelegt wurden, können an den Kopf der Figur angepasst und dort verankert werden. Hierbei gibt es erneut etliche Möglichkeiten der Anpassung. Ob lang oder kurz, dunkel oder hell, die Haare können dem jeweiligen Bedürfnis angepasst werden.

Kleidungsraum:
Ist die Figur ausmodelliert, geht es an die Kleidung. Aus verschiedenen Grundelementen wird, je nach 3-D-Modell, eine vollständige Bekleidung zusammengesetzt und daraufhin durch Texturen in Farbe und Form verändert.

Setup:
Abschließend geht es ans Rendern. Um ein fertiges Bild zu erzeugen, in dem Lichtquellen, 3-D-Objekt und Hintergrund gut harmonieren, muss die Rendering-Funktion in Gang gesetzt werden. Dabei bietet Poser die Möglichkeit, das Bild für eine kurze Vorschau "auf die Schnelle" erstellen zu lassen oder die Qualität deutlich zu erhöhen. Dies kostet, je nach verwendetem Computer, natürlich eine Menge Zeit.

Erneut wird deutlich, warum die Software von Smithmicro eine solch solide Fan-Basis besitzt. Ist bei anderer Animationssoftware ein enormes Vorwissen notwendig, gelingt der Einstieg in Poser 8 recht einfach. Aus einer breiten Palette an vorhandenen 3-D-Modellen (die Software liefert solche mit, aber es gibt ebenso eine Menge Freeware im Internet) kann gewählt und können diese direkt eingesetzt werden. Auch an Morphs und Texturen mangelt es nicht und so kann bereits nach kurzer Zeit das erste 3-D-Bild in Produktion gehen. Für die Animation von Szenen ist natürlich etwas mehr Aufwand erforderlich, doch auch hier sind die ersten bewegten Bilder vergleichsweise schnell generiert. Ein gut verständlicher und einfacher Einstieg in die Welt der Animationssoftware ist also gegeben.

In der achten Version gibt es natürlich auch einige Neuerungen. Neben einer ordentlichen Aufstockung der Bibliothek erhält der Anwender eine komfortablere Möglichkeit der Generierung von Morphs durch das "Dependant Parameters Tool". Zudem besteht eine bessere Eingriffsmöglichkeit in die Bewegungsabläufe eines 3-D-Modells bei animierten Szenen. So soll es leichter sein, natürlichere Bewegungen zu generieren.

Fazit:
Poser überzeugt, auch in der mittlerweile achten Version. Zum Einstieg in die Welt der 3-D-Modellierung ein absolut empfehlenswertes Tool! Die ersten 3-D-Bilder sind schnell generiert und das Baukastensystem ermöglicht ein leichtes Verständnis. Einziges Manko: Wer die 64-Bit-Version des Programms möchte, muss zur Pro-Version greifen.

Andreas Suchanek



DVD | Disc-Anzahl: 2 | Erschienen: 8. August 2010 | PC | Preis: 199,99 Euro | Sprache: Deutsch | Systemanforderungen: Windows:
7 / Vista / XP, 700 MHz Pentium oder kompatibler Prozessor (1 GHz oder schneller empfohlen), Windows Internet Explorer 7.

Mac:
Mac OS X 10.4 oder 10.5, 700 MHz G4 Prozessor (Intel Duo, 1 GHz G4 oder schneller empfohlen)

Für beide:
512 MB RAM (1 GB oder mehr empfohlen), ObenGL-fähige Grafikkarte mit Chipset (neuere NVIDIA GeForce- oder ATI Radeon-Grafikkarte bevorzugt). 24-Bit-Farbmonitor mit Mindestauflösung von 1024x768, 2GB freier Festplattenspeicher (4GB empfohlen), Internetverbindung für den Zugriff zu Content Paradise, Adobe Flash Player 9, DVD-ROM-Laufwerk

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