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 Dorian Hunter, Folge 14: Jagd nach Paris

Dämonen-Killer


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
Nach dem brutalen Gemetzel im Haus der Werwölfin Jennings ist Dorian Hunter weiter "auf der Flucht" vor seinem eigenen Arbeitgeber, um seine privaten Angelegenheiten zu klären. Sein Bruder, der Vampir Frederic de Buer, welcher an dem Komplott beteiligt war, fürchtet um sein Leben, denn er weiß, dass Hunter seinen Kopf will. Daher steigt er in den Zug, welcher von England nach Paris durch den Eurotunnel fährt. Doch Dorian ist näher, als es de Buer ahnt ...

"Jagd nach Paris" ist die vierzehnte Folge der Serie und schließt lückenlos - wenige Minuten nach den letzten Ereignissen - an die Handlung des letzten Abenteuers "Wolfshochzeit" an.

Bei über einer Stunde Spielzeit benötigt die Handlung eine gewisse Zeit, um so richtig in Fahrt zu kommen. Während einiger langatmiger Dialoge wird die Verknüpfung zur vorherigen Folge hergestellt und sowohl Chief als auch Zuhörer werden auf den aktuellen Stand der Ermittlungen gebracht. De Buer und Hunter befinden sich im Zug nach Paris und während britische und französische Einheiten versuchen Hunter zu stoppen, setzt dieser seinen privaten Rachefeldzug fort.

Dabei durchkämmt Hunter sukzessive die Bahn und bietet dem Hörer eine spannende Fortsetzung des Abenteuers. Gejagt von beiden Seiten des Tunnels versucht er seine Interessen in seiner ihm typischen Art und Weise zu verwirklichen: sarkastisch, roh und effektiv. Auffallend sind in dieser Folge wieder die gut in Szene gesetzten Spannungsmomente. Ebenfalls sorgt der Perspektivwechsel der Erzählung zwischen Sullivans, de Buers und Hunters Sicht für dramaturgische Höhepunkte.
Grob betrachtet bietet die Location allerdings etwas wenig Möglichkeiten, daher schleichen sich an verschiedenen Stellen Längen ein. Das muss auch den Verantwortlichen bekannt sein, denn das Hörspiel ist mit seinen knapp 67 Minuten doch deutlich kürzer als die vorherigen Folgen ausgefallen.

Die Soundkulisse überzeugt über weite Strecken, auch wenn das Experiment, zwei Dialoge zeitgleich übereinander zu legen, nur bedingt gelingt. Das Zuhören beim Abspielen über einen normalen CD-Player erfordert eine Menge Geschick, um die Stimmen gedanklich zu trennen.
Die Sprecher überzeugen hingegen in ihren Rollen. Ein gewohnt überzeugender Thomas Schmuckert lässt Hunter als destruktiven Charakter gnadenlos seine Ziele verfolgen. Der "Humor" von Hunter spiegelt sich in seinen Worten wahrlich wider - beispielsweise in der Schlafwagen-Szene. Aber auch die anderen Sprecher überzeugen, seien es Konrad Halver, Frank Gustavus ...
Cover und Booklet sind in gewohnten Umfang und bieten neben Mitarbeiter- und Sprecherlisten etwas Eigenwerbung und einen kleinen Informationstext über Oliver Kalkhofe, welcher in dieser Folge Armand Melville seine Stimme leiht.

Insgesamt ist "Jagd nach Paris" eine weitere gelungene Folge, auch wenn sich in diesem Abschnitt des Abenteuers einige kleine Unreinheiten eingeschlichen haben. Neben dem nicht überzeugendem technischen Experiment fehlt es der Handlung zwischendurch an Konsistenz und Inhalt - jedoch nur in wenigen Momenten der Spielzeit.

Eine kleine Hörprobe gibt es auf der Website des Verlags.

Nicolas Gehling



CD | CD-Anzahl: 1 | Erschienen: 20. Mai 2011 | ISBN: 9783829124324 | Laufzeit: 66 Minuten | Preis: 7,99 Euro | Sprache: Deutsch

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