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 A Million Ways to Die in the West

Autoren: Seth MacFarlane
Sprecher: Martin Baltscheit
Übersetzer: Edith Beleites
Verlag: Lübbe Audio

Cover
Gesamt +++--
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Gefühl
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Ton
Albert ist Schafzüchter und darüber hinaus ein Feigling, der nicht schießen kann und sich vor Auseinandersetzungen drückt. Diese "Qualifikationen" sind seiner gesellschaftlichen Stellung im Wild-West-Ort "Old Stump" nicht gerade dienlich. Doch Albert beklagt sich nicht, denn er hat seine wunderschöne Freundin Louise, und was will ein Mann mehr?
Dann drückt er sich wieder einmal vor einem Duell, und deshalb verlässt ihn Louise. Sie geht sofort eine Beziehung mit einem arroganten Barbier ein, der zielgenau zu schießen weiß und auch sonst nicht gerade von Skrupeln und schon gar nicht von Schüchternheit geplagt wird.
Während Alberts Entschluss sich festigt, aus Old Stump fortzuziehen, kommen zwei Besucher in die Stadt, eine geheimnisvolle Schönheit namens Anna und ihr Bruder. Der Bruder landet umgehend im Kittchen, weil er etwas überreagiert und den Sohn des Pfarrers über den Haufen geschossen hat. Anna wendet sich daraufhin Albert zu und versucht, ihm zu helfen, seine Louise wieder für sich zu gewinnen. Die beiden entdecken jedoch ihre Liebe füreinander. Nur gibt es jemanden, der auf dem Weg nach Old Stump ist und dem das gar nicht gefallen wird: Annas Mann, ein gesuchter Bandit. Deshalb hat Anna ihn auch lieber gar nicht erst erwähnt.

Man muss sich nicht duellieren, um im Wilden Westen zu sterben; auf dem Jahrmarkt in Old Stump etwa explodiert schon mal die Blitzanlage des Fotografen mit Todesfolge für ihn und seine Modelle, und man kann leicht zum Kollateralschaden bei einer Schießerei im Saloon werden. Kein Wunder, dass Albert, der sympathische Feigling und Drückeberger, überall Gefahren sieht. Trotzdem gerät er in dieser skurrilen Geschichte von einer vertrackten Situation in die nächste, und nicht zuletzt macht Anna alles noch viel komplizierter.
"A Million Ways to Die in the West" ist einfach schräg und absurd, auf eine verrückte Weise spannend und auch noch ein wenig romantisch. Natürlich überzeichnet der Autor diesen Aspekt nicht minder als jeden anderen: zum Beispiel, wenn das Freudenmädchen des Ortes sich seinem Freund bis zur Hochzeit verweigern will. Es gibt beim Zuhören viel zu lachen. Bewusst baut der Autor praktisch jedes erdenkliche Klischee über den Wilden Westen ein, es fehlt nicht an Gaunern, Revolverhelden und breitschultrigen wahren Männern, deren geballten Unmut Albert auf sich zieht. Natürlich erfüllt auch das Ende der Geschichte das entsprechende Klischee.
Echter Tiefgang fehlt, aber dieser gehört ohnehin nicht zu den Zutaten für eine Wildwest-Komödie und würde nur stören. Stellenweise freilich wirkt der Klamauk doch etwas dick aufgetragen, doch das mag im Ermessen des Hörers liegen.
Martin Baltscheit schlüpft als Sprecher problemlos in alle Rollen, die er stimmlich verkörpern muss, sei es die zickige Louise, seien es die coole Anna, der ängstliche Albert oder einer der arroganten und brutalen Kerle, denen Albert ständig in die Quere kommt. So erhält der Hörer witzige Unterhaltung zum Entspannen oder zum Nebenher-Anhören, eine Geschichte, die Spaß macht, aber freilich keinen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Das Hörbuch besteht aus einem mit Informationen zum Hörbuch versehenen, hübsch aufgemachten Karton-Leporello, in dessen Steckfächern die CDs untergebracht sind.


Eine Hörprobe wird auf der Verlagsseite zum Buch angeboten.

Regina Károlyi



CD | CD-Anzahl: 4 | Erschienen: 16. Mai 2014 | ISBN: 9783785750452 | Laufzeit: 252 Minuten | Preis: 16,99 Euro | Sprache: Deutsch

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