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 Zwölf Wasser, Band 3: Nach den Fluten


Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Die Quellen versiegen. Nichts scheint ihren Untergang aufhalten zu können und mit dem Wasser versiegen auch die Eigenschaften der Menschlichkeit. Diese sind untrennbar mit den Quellen verbunden und mit dem Verschwinden des Wassers wird die Welt immer elender. Alle Bemühungen der Undae und ihrer Begleiter scheinen vergebens. Die weisen Frauen sind nun schon lange unterwegs und jeder, der sich ihnen anschloss, musste persönliche Opfer bringen. Zudem regt sich nun die Dämonin Asing, die ihre Zeit kommen spürt und eine Schreckensherrschaft beginnen will. Kann die Menschheit noch gerettet werden? Welchen Preis werden die Menschen zahlen müssen und ist die Welt dann noch wert, gerettet zu werden?

"Nach den Fluten" ist der dritte Band der "Zwölf Wasser"-Trilogie, und er ist kein bisschen fröhlicher als seine Vorgänger. Erstaunlicherweise ist das in diesem Fall ein Qualitätsmerkmal, denn die Welt der zwölf Wasser ist eine sehr düstere und bedrückende Welt. Da passt die hoffnungslose Grundstimmung, die E. L. Greiff ihrer Geschichte verleiht, einfach perfekt. In ihr finden sich keine Helden, die mit stolzgeschwellter Brust und starkem Arm zur Rettung der Menschheit eilen, sondern Menschen, die Furcht zeigen, an ihrer eigenen Schwäche verzweifeln und die so manches Mal aufgeben wollen. Ihre Mutlosigkeit wird so deutlich beschrieben, dass sie fast greifbar ist und um das letzte bisschen Hoffnung müssen die Protagonisten beständig bangen.

Wie auch im zweiten Band "In die Abgründe" legt die Autorin eine gut durchdachte Geschichte vor, die über eine bemerkenswerte Komplexität verfügt und anschaulich formuliert ist. Eingefügte Geschichten und Sagen aus der Welt der zwölf Wasser runden die Handlung ab und erklären die notwendigen Hintergründe, so dass am Ende der Trilogie keine Fragen offen bleiben. So bleibt E. L. Greif sich selbst treu und hält das hohe Niveau der Trilogie.

"Nach den Fluten" ist ebenso eloquent wie ambitioniert geschrieben und nimmt die Leser mit auf eine nervenzehrende, spannende und mitreißende Reise. Dies wird diejenigen unter den Lesern freuen, die auch die ersten beiden Bände gelesen haben. Für Quereinsteiger ist dieser Band allerdings nicht gedacht. Zwar beginnt das Buch mit einer erklärenden Sage, danach jedoch befinden sich die Figuren mitten in der Handlung und es wäre zu anstrengend, sich da noch einzulesen. Wem der Schreibstil gefällt, dem sei daher dringend empfohlen mit dem ersten Band zu beginnen.

Eine Leseprobe ist auf der Verlagsseite zu finden.

Iris Jockschat



Taschenbuch | Erschienen: 1. April 2015 | ISBN: 9783423260404 | Preis: 16,90 Euro | 512 Seiten | Sprache: Deutsch

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