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 Justice League, Heft 38: Amazo-Virus 2

Wer steckt hinter dem Amazo Virus?

Serie: Justice League, Heft 38
Autoren: Geoff Johns, Sean Ryan
Illustratoren: Tom Derenick, Jason Fabok
Übersetzer: Christian Heiss
Verlag: Panini Comics

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Lex Luthors Aufnahme in die Justice League führte dazu, dass Lexcorp und Waynetech fusionierten. Während sich Bruce Wayne zusammen mit Luthor dessen Technologieabteilung ansah, kam es zu einem Zwischenfall: Superschurke Neutron griff an und zerstörte bei seinem Angriff einen Behälter, das Amazo-Virus wurde freigesetzt.
Nun, 24 Stunden später, steht die Stadt unter Quarantäne. Das Virus nistet sich bei den Menschen ein und erlaubt ihnen mehr oder weniger kontrolliert Metakräfte zu benutzen, bevor sie an der Veränderung ihres Körpers zugrunde gehen. Batman und Superman suchen derzeit nach Patient Zero, dem ersten Infizierten, während viele andere Mitglieder der Liga auf der Krankenstation verweilen, da sie sich bei der Evakuierung der Bürger selbst dem Virus aussetzten.

Bei der New Suicide Squad geht es drunter und drüber. Nach der Ablösung von Amanda Waller als Leiterin der Gruppe durch Victor Sage schickte er das Team - mit eigenwilliger Verstärkung - direkt in einen Auftrag nach Russland. Dort wurden sie sofort entdeckt und müssen sich in diesem Heft mit Putins neuer Superwaffe, Kampfrobotern, auseinandersetzen. Nicht um ihren Auftrag auszuführen, sondern um sich selbst zu retten.

Zwar wird die Frage auf dem Cover der Ausgabe "Wer steckt hinter dem Amazo Virus?" sehr schnell geklärt, doch die Auswirkungen der freigesetzten Substanz sind gewaltig. Nach all den Superschurken, die die Welt bedrohen, ist dies ein anderer Ansatz von Autor Geoff Johns, der zuvor nicht nur den Trinity-War, sondern auch das Event Forever Evil mit ganz anderen Ansätzen vorantrieb. Somit bietet Ausgabe 38 eine erfrischende Abwechslung in der Storyline rund um die Justice League. Diese ist temporeich erzählt und zwischendurch mit etwas Action unterlegt, schafft es aber auf den wenigen Seiten etwas zu erzählen. Ein fatales Virus breitet sich aus, das Zweckbündnis der League mit Luthor wird vertieft - oder auf die erste Probe gestellt - und natürlich laufen die zuvor begonnenen Intrigen im Hintergrund weiter. Viele Möglichkeiten für die Fortführung der Geschichte bieten sich an, die düstere Grundstimmung und die anscheinende Hilflosigkeit der Helden gegenüber einem Virus sorgen für kurzweiligen Lesespaß.

Da kann das Abenteuer von Task Force X, besser bekannt als New Suicide Squad, leider nicht anschließen. Nachdem die Schurken bereits im letzten Heft entdeckt wurden, bleibt für diese Ausgabe wenig Handlung übrig. Hier und da ein Geplänkel zwischen den nun rivalisierenden Teammitgliedern, auch Ex-Chefin Waller und der neue Leiter der Gruppe Sage haben sich einiges zu sagen, aber größtenteils wird gekämpft. Noch ganz nett in Szene gesetzt, aber über weite Stecken ohne Spannung, ohne Handlung, ohne begeisternde Momente.

Jason Fabok liefert als Zeichner für die Justice League eine sehenswerte Arbeit ab. Superman, Batman und insbesondere Wonder Women sind eindrucksvoll, charakterstark und überzeugend gezeichnet. Nach den mageren Zeichnungen in den letzten Ausgaben stellt sich das Gefühl ein, dass die Helden (und Leser) wieder ernst genommen werden und auch mit entsprechenden Zeichnungen gewürdigt werden. Auch Tom Derenick sorgt bei der Squad für solide Zeichnungen, reicht im direkten Vergleich aber nicht an Faboks Leistungen heran.

Kurzum: Ausgabe 38 ist im ersten Teil spannend gehalten und überzeugt mit einem interessanten Ansatz zu einem bedrohlichen Virus. Gut erzählt, stark gezeichnet. Der Part der New Suicide Squad ist reiner Brawl. Hauen, Schlagen und Schießen, aber ohne packende Rahmenhandlung. Langsam sollte die Serie aus den Startlöchern kommen.

Panini Comics bietet eine Leseprobe zum Heft an.

Nicolas Gehling



Magazin / Heft | Erschienen: 28. Juli 2015 | Originaltitel: Justice League 36, New Suicide Squad 2 | Preis: 4,99 Euro | 52 Seiten | Sprache: Deutsch

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