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 Warship Jolly Roger, Band 1: Ohne Wiederkehr

Serie: Warship Jolly Roger, Band 1
Autoren: Sylvain Runberg
Illustratoren: Miki Montlló
Übersetzer: Tanja Krämling
Verlag: Splitter Verlag

Cover
Gesamt ++++-
Anspruch
Aufmachung
Bildqualität
Brutalität
Humor
Preis - Leistungs - Verhältnis
Spannung
Mehr als 170 Jahre Gefängnis muss Jon T. Munro absitzen, ein Kriegsverbrecher der übelsten Sorte. So jedenfalls ist die öffentliche Meinung über ihn, nachdem der ehemals hochdekorierte Colonel ein Blutbad unter Zivilisten angerichtet hat.
Nicht einmal einige Gefängnisinsassen wollen etwas mit ihm zu tun haben. Als es jedoch zu einem Gefängnisausbruch kommt, ergreift Munro seine Chance und schafft es, zusammen mit drei anderen Verbrechern zu flüchten. Ihnen wird schnell klar, dass sie nur zusammen eine Chance haben und so machen sie sich auf, Munros früheres Schiff, die Walküre zu erobern. Einfach wird das nicht, denn sie sind nicht nur gesuchte Schwerverbrecher, schlimmer noch, der Präsident der Sternenförderation hat ein besonderes Interesse daran, Munro nicht in Freiheit zu sehen.

Na, aber hallo! "Warship Jolly Roger: Ohne Wiederkehr" beginnt mit Action, hält das Tempo durchgehend und endet eindrucksvoll. Das ist stark. Sylvain Runberg hat mit der Geschichte um die Jolly Roger eine explosive Mischung geschaffen.
Vier Crewmitglieder, deren einzige Gemeinsamkeit es ist, dass sie aus einem Gefängnis geflohen sind, müssen sich wohl oder übel zusammenraufen. Ihre Motive sind dabei ebenso vielfältig wie ihre Feinde. Der erste Band legt das Hauptaugenmerk auf Munro, dem angeblichen Kriegsverbrecher, der allen Grund hat, dem Präsidenten der Sternenförderation zu zürnen. Damit könnte dieser gut leben, wäre der ehemalige Soldat nicht auch ein gewiefter Stratege. Und so ist es zwar unmöglich, ohne Munro zu flüchten, aber auch nicht ratsam, in seiner Nähe zu sein. Was für ein Dilemma für die Ausbrecher!

Es ist daher klar, in dem Comic geht es ziemlich zur Sache, und zwar nicht nur in der Handlung. Zeichner Miki Montlló nimmt die Stimmung auf und schafft in seinen Bildern ein permanentes Bedrohungsszenario. Rot ist die vorherrschende Farbe, rot wie Blut, wie Feuer, wie die Gewalt, die immer wieder aufflackert und sich ihren Weg bahnt.
Auch mit Schattierungen spart Montlló nicht. Weite Strecken seiner Panels sind dunkel geraten, was die düstere Stimmung der Figuren gelungen widerspiegelt.

Obwohl die vordergründige Geschichte schon ordentlich Wumms hat, nehmen sich Autor und Zeichner noch die Zeit, die Hintergründe der Figuren zu erklären. Bei Munro ist das klar, ihm gehört dieser Band nahezu. Aber auch der schweigsame Dreizehn, ein schweigender Junge, der irgendwie mit seinem Droiden verbunden ist, trägt ein Geheimnis mit sich herum. Gleiches gilt für die Rebellin Alisa Rinaldi und den großmäuligen, skrupellosen Schmuggler Nikolai Kowalski.
Sie bilden einen soliden Grundstein, für weitere spannende Bände, bei denen den Lesern ganz sicher nicht langweilig wird.

"Warship Jolly Roger" ist Fiction Noir, ist Action und Piratengeschichte und das Schöne ist, alle diese Elemente sind gelungen. So spannend, so lohnend kann es sein, sich auf einen Comic einzulassen. Bei diesem Lesevergnügen pur, können die Nachfolgebände gar nicht schnell genug kommen.


Eine Leseprobe findet sich wie immer auf der Seite des Splitter-Verlags.

Iris Jockschat



Hardcover | Erschienen: 1. September 2015 | ISBN: 9783958391130 | Originaltitel: Sans retour | Preis: 14,80 Euro | 56 Seiten | Sprache: Deutsch

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